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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
8. Dezember 2014
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MEDIEN

Soundbar, Soundplate oder ganz Alt-Deutsch TV-Lautsprecher sind nur einige der zahlreichen Begriffe, welche uns die Unterhaltungsindustrie in den letzten Jahren unter die Nase gerieben hat. Gemeinsam haben all diese Produkte eines: Sie verbessern den mässigen Klang des heimischen TV-Geräts. Egal welche Grösse, Form oder Farbe eine solche Soundbar hat, der erzeugte Effekt ist mehr oder weniger immer derselbe.

Bereits als Philips im Jahre 2013 die Fidelio Soundbar HTL 9100 auf den Markt brachte, ebnete es so den Weg für eine neue Dimension von Soundbars. Dank abnehmbaren Satellitenlautsprechern wird die Stereo- im Handumdrehen zur Surround-Soundbar.

Jetzt, ein gutes Jahr später, steht mit der Philips Fidelio B5 das Nachfolgemodell am Start. Mit Verbesserungen in der Ausstattung und der Klangqualität soll die Fidelio B5 einen neuen Standard bei den Soundbars setzen. Aber der Reihe nach.

Surround on Demand

Die Einrichtung der Fidelio B5 ist sehr einfach. Die Soundbar wird beim Fuss des TVs platziert und entweder per HDMI (ARC), per optischem, coaxialem oder analogem Kabel verbunden. Leider sind die Kabel, die es zum Anschluss braucht, nicht im Lieferumfang enthalten. Bei einem Premium-Gerät wie diesem hätte das durchaus erwartet werden dürfen.

Für den Test haben wir die Soundbar per optischem Kabel an unser TV-Gerät angeschlossen. Der Subwoofer benötigt lediglich Netzanschluss, die Verbindung zur Soundbar wird kabellos hergestellt. Kurz die Connect-Taste gedrückt und schon ist der Subwoofer verbunden.

Das eigentliche Highlight ist aber nicht der kabellose Subwoofer, sondern die ebenfalls kabellosen, akkubetriebenen Surround-Lautsprecher. Diese lassen sich einfach links und rechts von der Soundbar abdocken und können jetzt irgendwo im Wohnzimmer platziert werden. So wird die Stereo-Soundbar kurzerhand zur Surround-Soundbar. Die Bluetooth-Verbindung zu den Lautsprechern wird dabei vom Philips Fidelio automatisch und sofort aufgebaut.

Je nach Signal welches die Fidelio B5 nun empfängt, wird ein richtiges Dolby Digital auf das 4.1 System gegeben. Falls nur ein Stereo-Signal empfangen wird, wird kurzerhand ein virtueller Surround-Sound erzeugt. «Surround on Demand» nennt Philips das System passend.

Die Akkus der Surroundlautsprecher halten rund acht Stunden. Sobald die Akkus leer sind oder die Satelliten nicht mehr gebraucht werden, werden sie wieder mit der eigentlichen Soundbar verbunden und automatisch geladen.

Damit die Audiosettings im Surround auch stimmen, besitzt die Philips Fidelio B5 eine eigene Funktion für die räumliche Kalibrierung. Ganz egal wo die Surround-Speaker im Raum platziert sind und wo sich die Hörposition befindet, die automatische Kalibrierung errechnet mittels speziellem Tonsignal die richtigen Verzögerungszeiten und garantiert so ein perfektes Surroundfeeling auf Knopfdruck.

Zwar verkürzt sich die Soundbar natürlich ohne die beiden Lautsprecher auf der Seite und auch der Sound von vorne wirkt etwas weniger voll (die beiden Surroundlautsprecher werden auch für den Stereobetrieb genutzt), dennoch ist das Handling und die Idee, aus einer Soundbar eine Surround-Soundbar zu machen, schlicht genial.

Und das ist noch nicht mal alles. Da die Surround-Lautsprecher über ein unabhängiges Bluetooth-Modul verfügen, können diese auch kurzerhand als mobile Lautsprecher für das Tablet oder Handy eingesetzt werden. So können die Surround-Lautsprecher ohne Probleme auf den Balkon oder in die Badi mitgenommen werden. Die Ausgangsleistung beträgt pro Surround-Speaker acht Watt. Für die Bluetooth-Übertragung kommt die aptX und AAC Technik zum Einsatz.

Auch die Soundbar im Wohnzimmer kann direkt per Bluetooth bespielt werden, mobile Geräte mit NFC können sich sogar per Nahfeldkommunikation koppeln. Die Streaming-Qualität ist dabei recht gut und vor allem sehr stabil.

3 in 1: Theoretisch könnte man die Fidelio B5 Soundbar mit drei unterschiedlichen Bluetooth-Streams bespielen.
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