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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
22. November 2016
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MEDIEN

Sie ist gross und kommt etwas klobig daher, die Lumix Bridgekamera FZ2000. Der Vorteil: Auch mit grossen Händen ist sie fest und sicher zu halten. Und das ist gut so, denn mit knapp über einem Kilogramm ist sie wahrlich kein Leichtgewicht.

Das neue Bridgekamera-Flaggschiff von Panasonic ist der Nachfolger der DMC-FZ1000, die im Herbst 2014 auf den Markt kam. Von ihr hat die neue neben dem hochwertig verarbeiteten Plastikgehäuse auch den erstaunlich grossen Objektivtubus übernommen, der die Kamera wie eine digitale Spiegelreflex mit angeflanschter Kit-Optik aussehen lässt.

Der 1-Zoll-BSI-CMOS-Sensor der FZ2000 besitzt eine Auflösung von effektiven 20,1 Megapixel. Gleich viel wie der Vorgänger. Neu hingegen ist das 20-fache Zoom Leica DC Vario-Elmarit f/2,8-4,5/24-280mm (KB). Seine Konstruktion besteht aus 16 Linsen in 11 Gruppen und sorgt laut Panasonic für optische Höchstleistung mit minimalen Reflektionen oder Geisterbildern, trotz des grossen Zoomfaktors.

Führungsschienen für die beweglichen Zoomelemente sorgen wie in professionellen Videokameras für eine präzise Geradeführung. Gemäss Hersteller können damit Unschärfen im Bild deutlich reduziert werden. Im Vergleich zum Vorgängermodell FZ1000 sogar bis um rund 80 Prozent.

Das Objektiv arbeitet mit 9 Blendenlamellen. Dies ergibt einen weichen, runden Unschärfeverlauf, ein zauberhaftes Bokeh.

Während sich bei den Fotofunktionen gegenüber dem Vorgänger nicht allzu viel verändert hat, ist im Videobereich ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten hinzugekommen. Einige davon werden auch professionelle Filmemacher zufriedenstellen.

So filmt die FZ2000 nicht nur in 4K UHD, sondern auch in echtem Cinema 4K mit 4096 x 2160 Pixel Auflösung und 24 Bildern pro Sekunde. Sie besitzt eingebaute optische ND-Filter, Motorzoom mit verschiedenen Geschwindigkeiten, unbeschränkte Videoaufnahmezeit, Zeitcode, Farbbalken mit Pegelton, Schwarzwertjustierung, Objektivringe für manuelle Fokus- und Zoombedienung und und und ...

Das Videomenü allein umfasst schon 40 Positionen, hinzu kommen noch 48 für das individuelle Setup. Da wundert man sich nicht mehr über das 345 Seiten starke Handbuch.

Kurz gefasst ist die DMC-FZ2000 ein Fotoapparat, in den eine semi-professionelle Videokamera miteingebaut wurde. Insgesamt beherrscht die Bridgekamera fast alle Funktionen und Einstellungen ihres bekannten Wechselobjektiv-Pendants GH4 – bis hin zum optional erhältlichen V-Log L-Profil.

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