23. November 2017 | seit 1999
TESTBERICHT
Seite 1 / 4
ARTIKEL
Publikationsdatum
18. Oktober 2017
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Über die letzten Jahre haben wir immer wieder über die OLED-Technologie und deren Vorzüge berichtet. Messe um Messe ist vergangen, an denen uns die Industriegrössen OLED-Geräte vorgestellt haben – allerdings jeweils nur Vorserien-Geräte. Die Technologie schien einfach noch nicht bereit für die Masse zu sein. Dies hat sich nun geändert. OLED ist auf dem Vormarsch. Und mit dem 55POS9002/12 bringt Philips einen echten Kracher auf den Markt. Nicht nur betreffend Leistung, sondern auch im Preis.

OLED als Technologie der Zukunft

Ein Vorteil der neuen Technologie ist, dass OLEDs selbstleuchtend sind. Das heisst, sobald Strom anliegt, beginnen die Pixel zu leuchten. So wird die Hintergrundbeleuchtung, die bei der LCD-Technologie zum Einsatz kommt, hinfällig.

Mit OLED werden die TV-Geräte noch schlanker und noch energieeffizienter. Der grösste Vorteil liegt aber im Schwarzwert. Da keine LED-Beleuchtung benachbarte Pixel anleuchten muss, ist Schwarz wirklich schwarz. Der Kontrast ist somit auf einem enorm hohen Level und die Bildqualität sehr hoch. OLED ist somit der ideale Partner für 4K und HDR (High Dynamic Range).

Spitzenpreis für Spitzentechnologie

Kosteten die ersten OLED-Fernseher vor wenigen Jahren noch über 10’000 Franken, gibt es den neuen Philips 55POS9002/12 bereits für 2699 Franken (UVP). Somit zählt das Philips-Gerät derzeit zu den günstigsten OLED-Fernsehern auf dem Markt.

Gross im Geschäft mit OLED ist übrigens LG, der einen Grossteil des Line-ups auf die neue Technologie umgestellt hat und so eine Marktführende Rolle übernommen hat. Nicht erstaunlich also, dass im Philips 55POS9002/12 ebenfalls ein LG-Panel zum Einsatz kommt.

Auch die angegebene Maximalhelligkeit von 750 Candela pro Quadratmeter des 55POS9002/12 lässt aufhorchen. Zum Vergleich: Die für UHD Premium geforderte Mindesthelligkeit beträgt 540 Candela.

Zusammen mit dem hervorragenden Philips-Prozessor, dem typischen Ambilight und den smarten TV-Funktionen ist Philips ein grosser Wurf gelungen.

Auspacken mit Vorsicht

«Lass dir beim Auspacken und Aufstellen des Geräts doch von einem Kollegen helfen», hat mich der Verantwortliche bei Philips bei der Übergabe des Testgeräts ermahnt. Dabei war er nicht um meinen Rücken besorgt, schliesslich geht es   meistens ziemlich gut, einen 55-Zoll-Screen alleine aufzubauen. Beim Philips 55POS9002/12 ist das etwas anders. Der Grund dafür ist paradoxerweise seine schlanke Bauweise: Nur gerade 47.5 Millimeter dünn ist der OLED-TV. Was im Wohnzimmer super elegant aussieht, stellt einem beim Aufbau tatsächlich vor neue Herausforderungen. Da das Gerät so fein und dünn ist, muss mit Vorsicht an den Aufbau gegangen werden, da es sonst zu Verformungen des Displays kommen kann.

Ist das nicht fantastisch? Als ich vor nicht allzu langer Zeit noch darüber geflucht habe, 70 Kilogramm schwere 32-Zoll-Geräte von unseren Kunden zum Service-Auto zu tragen, muss ich mich im Jahre 2017 darüber Sorgen machen, dass mein 55-Zoll-Screen beim Aufstellen nicht verbiegt.

Ganz so heikel ist der Aufbau dann doch nicht. Mit vier Schrauben wird der Screen an seinen Standfuss geschraubt – und schon steht das Designerstück zur Nutzung bereit.

Das Design des Geräts ist dabei so simpel wie genial. Die randlose Bauart mit dem geschwungenen Aluminium-Standfuss rundet das elegant-zeitlose Design des Philips 55POS9002/12 perfekt ab.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
Seite 4:
Wettbewerb