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TESTBERICHT
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Megapixel-Wunder zum Zweiten

Test: Nikon D810

Nikon bringt mit der D810 den Nachfolger der 36Mpx- Vollformatkamera D800. Was kann die Neue besser und lohnt sich Investition?

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Autor
Hans Fischer
Publikationsdatum
25. August 2014
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MEDIEN

Die kürzlich erschienene D810 von Nikon löst ihre beiden Vorgängermodelle  D800 und D800E im Profi-Segment des Herstellers ab. Die D810 ist dabei klar eine Aktualisierung und Verbesserung der Vorgängermodelle und keine reine Neuentwicklung. Wenn aber keine bahnbrechenden Innovationen ins aktuelle Modell Eingang gefunden haben: Lohnt sich der Kauf einer D810 wenn man schon die D800 besass und was leistet die hochauflösende Kamera wirklich?

Die D810 hat wie die D800E auch einen Vollformat-Sensor ohne Tiefpassfilter mit 36,3 Megapixeln verbaut. Ein fehlendes Tiefpassfilter kann die Detailschärfe bei der hohen Auflösung des Sensors erhöhen, sofern hochwertige Objektive eingesetzt werden. Der Sensor der D810 ist gemäss Nikon eine Neuentwicklung, der ebenfalls neue Expeed 4 Prozessor sorgt für eine noch schnellere Bildverarbeitung als bei den Vorgängern. Neben dem Sensor im FX-Format ist in der D810 ein Autofokus-Modul mit 51 Messfeldern integriert. Dies erlaubt Bilder in voller Auflösung bei einer Bildrate von bis zu 5 Bildern pro Sekunde, bei der D800 war es noch eines weniger. Schraubt man die Auflösung aufs DX-Format herunter, sprich auf 15,3 Megapixel, sind satte 7 Bilder pro Sekunde möglich.

Nikon verspricht für die D810 "grossen Dynamikumfang, hohe Auslesegeschwindigkeit und rauscharme Leistung auch bei hohen ISO-Empfindlichkeitsstufen". Der ISO-Bereich reicht von ISO 64 bis 12.800. Im erweiterten Modus kann er von ISO 32 bis 25.600 genutzt werden. Die niedrigen ISO Werte 32 und 64 dürften vor allem in Fällen zum Einsatz kommen, wo vorher noch ein Graufilter nötig war, um längere Belichtungszeiten zu erreichen. Die hohen ISO-Werte versprechen eine tolle Low-Light-Performance.

3,2 Zoll Monitor mit 1,2 MP Auflösung und sinnvoll angeordnete Bedienelemente prägen die Rückseite der D810.

Die Nikon D810 bietet die Möglichkeit, Aufnahmen nicht nur im vollaufgelösten RAW-Format aufzunehmen, sondern auch in sRAW. Dieses mit vier mal weniger Megapixeln gespeicherte Bild sollte Speicherplatz einsparen und trotzdem die Nachbearbeitungsmöglichkeiten einer RAW-Aufnahme beibehalten. Nikon hat hier aber leider keine signifikante Verkleinerung der Datei hingebracht, die D810 braucht für ein Bild im RAW-Format bei 36 Megapixeln 36 MB, sRAW war um die 30MB je nach Einstellung. Die Speicherersparnis ist also eher klein und dank einigen Verlusten in der Komprimierung lohnt sich sRAW bei der D810 weniger. 

Natürlich sind solche kleinen Speicher keine Option für eine Kamera dieses Formats, und auch da hat Nikon mitgedacht. Ein doppeltes Speicherkartenlaufwerk bietet flexible Speichermöglichkeiten, gespeichert wird auf CompactFlash (CF), sowie SD-, SDHC- oder SDXC-Karten. Dabei wird ein Slot als primärer Speicher ausgewählt, während der zweite drei Optionen bietet: "Reserve" (wird erst gebraucht wenn der primäre Slot voll ist), "Sicherungskopie" (jedes Bild wird auch auf der zweiten Karte gespeichert) und "RAW primär, JPEG sekundär" (jedes Bild wird im RAW-Format im primären Slot und als JPEG im sekundären abgelegt).

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