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TESTBERICHT
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ARTIKEL
Publikationsdatum
31. Juli 2012
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MEDIEN

In ersten Teil dieses Artikels haben wir Wissenswertes zu den wasserdichten Kompaktkameras vermittelt und eine Marktübersicht über alle aktuell in der Schweiz erhältlichen Allwetterkameras gezeigt.

11 dieser Kameras haben wir zudem in der Praxis über und unter Wasser sowie nach einem Aufenthalt im Kühlfach erprobt. Wir sind dabei nicht an die Grenzen des in den Spezifikationen Erlaubten gegangen, um diese auszuloten, sondern wir haben uns in einem Praxistest auf die fotografischen Fähigkeiten und Qualitäten konzentriert.

Generell lässt sich festhalten, dass sich die Allwetterkameras nur wenig von "normalen" Kompaktkameras unterscheiden. Ihre Robustheit ist zwar meistens mehr oder weniger durch das Design angedeutet, jedoch sind die Kameras deshalb nicht zwingend gross, schwer und klobig oder wirken etwa wie ein Panzer im Vergleich zu einem PKW.

Die Kameras sind – abgesehen von allfälligen Outdoor-Funktionen und GPS – weitgehend zeitgemäss und typisch für eine Kompaktkamera ausgestattet. Sie bieten allesamt einen hohen Automatisierungsgrad, sind also eher aufs Knipsen ausgerichtet. Manuelle Einstellmöglichkeiten – abgesehen von den ISO-Werten und Weissabgleich – sind kaum vorhanden. Manuelles Einstellen von Blende oder Zeit ist daher nur bei wenigen Modellen möglich. Dies bieten z.B. die BenQ LM100 (Blenden-/Zeitautomatik) und die Panasonic FT4 (manuelle Belichtung).

Die Bedienung erfolgt weitgehend über den Bildschirm, wobei allerdings für Blitzmodus, EV-Korrektur (Plus/Minus), Makro in der Regel die üblichen Direktasten zur Verfügung stehen. Diese sind meist in einem Tastenkomplex zu finden, der aus einer zentralen "Set"- bzw. "Ok"-Taste mit vier darum herum angeordneten Tasten besteht. Dieser Tastenkomplex dient stets auch zur Navigation in Menüs und bei der Bildwiedergabe. Die Zoomtaste ist meist als Wippe ausgelegt. Oft gibt es noch ausser dem Fotoauslöser einen separaten, rot gekennzeichneten Videoauslöser, der entweder auf der Oberseite neben dem Fotoauslöser, meist aber auf der Rückseite oben rechts platziert ist. In letzterem Fall löst man Videoaufnahmen per Daumen und beim Hantieren mit der Kamera gerne mal versehentlich aus. Allgemein sind die Bedienelemente – wie bei normalen Kompaktkameras – eher klein. Für den Outdoor-Einsatz oder bei sportlichen Aktivitäten, wo man gerne auch Sport-, Schutz oder Winterhandschuhe trägt, sind kleine Tasten nicht gerade sinnvoll.

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