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Publikationsdatum
11. Januar 2016
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Moderne Fernseher sind smart. Wenigstens theoretisch. Wenn es aber darum geht, beispielsweise Fotos und Filme von Handy auf den grossen Bildschirm darzustellen, stellen sich noch immer viele TV-Geräte zickig an. Denn sie verlangen, dass ihr Besitzer smart ist. Er muss sich mit TV-Apps, Handy-Apps und Vernetzungsfragen herumschlagen. Dabei unterscheidet sich die Bedienung von Hersteller zu Hersteller und oftmals benötigen sogar verschiedene TV-Modelle einer Marke unterschiedliche Tricks.

Lösungen von Google und Apple

Apple und Google haben deshalb massgeschneiderte Lösungen entwickelt, um Fernsehgeräte fit für Mobilgeräte und Internetinhalte zu machen. Apple feiert mit ihrem Apple TV nun bald das 10-jährige Jubiläum. Im Frühling 2007 wurden die ersten Fernseherweiterungsboxen von Apple ausgeliefert. Die eher voluminöse Box kostete damals noch über 300 Franken und beinhaltete eine 40-Gigabyte-Festplatte.

Inzwischen ist Apple TV bei der 4. Generation angelangt. Die Box hat die Grösse einer quadratischen Untertasse und kostet inklusive 32 oder 64 Gigabyte Speicher rund 170 beziehungsweise 230 Franken. Spezielle für Apple TV geschriebene Apps können direkt auf der Box ablaufen. Dazu gehören insbesondere Video-Streaming-Apps (Netflix und Co.), zahlreiche Games sowie Multimedia-Apps (Plex, iTunes, Kodi). Bedient wird der neuste Apple-TV mit einer kleinen Fernbedienung mit Tasten, Touch-Fläche und Bewegungssensoren.

Google hatte seinen ersten TV-Adapter im ersten Modell auf die Grösse eines Plastikfeuerzeugs geschrumpft. Die inzwischen erhältliche 2. Generation hat Grösse und Form eines Eishockey-Pucks. Der Chromecast kostet lediglich 40 Franken, enthält aber nur 0,25 Gigabyte Speicher. Eine Fernbedienung gibt es nicht, die Steuerung erfolgt zwingend über ein Mobilgerät oder den Chrome-Browser.

Das Chromecast-Konzept sieht keine komplexen Apps auf dem Adapter vor. Die Bild- und Videodaten werden meist gestreamt. Allerdings kann Chromecast die Verbindung in Heimnetz oder Internet autonom aufrechterhalten, ein gemieteter Kinofilm spielt also weiter, auch wenn das Mobilgerät ausgeschaltet wird. Witzig ist die Multiuser-Funktion von Chromecast, bei der beispielsweise mehrere Handy-Besitzer parallel Scrabble auf dem TV spielen können.

In unserem Zweikampf mussten die Adapter von Google und Apple zeigen, wie sie sich in den wichtigsten Disziplinen am TV schlagen.

Der neue Chromecast-Stick hat die Grösse eine Eishockey-Pucks und verbindet sich via WLAN.
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