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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
2. Januar 2018
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MEDIEN

Die neue Systemkamera Lumix DC-G9 von Panasonic möchte mit vielfältigen Aufnahmemöglichkeiten, kurzen Reaktionszeiten, bemerkenswerten neuen Funktionen und dem Micro-Four-Thirds-Gewichtsvorteil zur interessanten Alternative für professionelle Spiegelreflex-Fotografen und Foto-Enthusiasten werden. Sie baut auf der erfolgreichen Lumix DC-GH5 auf, die bei Filmemachern und engagierten Videofilmern sehr beliebt ist.

Die DC-G9 hat viele Eigenschaften von ihr übernommen und die Fotofunktionen erweitert. So liefert die Lumix G9 mit 20 Bildern pro Sekunde und kontinuierlichem Autofokus und mit schnellen 60 Bildern pro Sekunde und Einzel-AF in voller 20,3-Megapixel-Auflösung laut Panasonic die schnellsten Bildserien in der Klasse der DSLM-Kameras.

Die DC-G9 ist mit einem Digital-Live-MOS-Sensor ohne Tiefpassfilter ausgestattet und soll dank verbesserter Auflösung, Gradation und Farbwiedergabe laut Hersteller die bisher höchste Bildqualität aller Lumix-Kameras erreichen. Ein neuer Hochauflösungsmodus ermöglicht zudem 80-Megapixel-Fotos im JPEG- und RAW-Format.

Der deutlich verbesserte Body-I.S. (Bildstabilisator) der Lumix G9 erlaubt gemäss Panasonic um bis zu 6,5 Belichtungsstufen längere Belichtungszeiten aus freier Hand. Ermöglicht wird dies durch eine noch genauere Analyse des Verwackelns bei verschiedenen Aufnahmebedingungen. Dabei werden nicht nur vom Gyro-Sensor, sondern zusätzlich auch vom Bildsensor und einem Beschleunigungssensor erfasste Informationen genutzt.

Tasten neu geordnet

Rädchen wechsle dich: Die Lumix G9 (rechts) besitzt nur noch ein Einstellrad auf der Oberseite, dafür in zweistöckiger Ausführung.

Stellt man die GH5 und die G9 nebeneinander, fallen einem zuerst die geänderte Platzierung der oberen Drehräder und die zusätzlichen Bedienungselemente vorne an der neuen Kamera auf. Bei der G9 gibt es nur noch ein griffiges, doppelstöckiges Drehrad, das sich links aussen befindet und durch einen roten Zierring hervorgehoben wird.

Mit dem oberen Rad wählt man die Belichtungs-Modi, den «kreative-Filme-Modus», die Speicher für benutzerdefinierbare Einstellungen und den Kreativmodus aus. Das untere Rad dient als «Drive-Schalter» für die Serienbilder- und 6K/4K-Fotofunktionen.

Das rechte Modus-Rad mit Ein/Aus-Schalter an der GH5 musste bei der G9 Platz für ein grosses Zusatzdisplay machen. Dies ist eine Premiere bei Lumix-Kameras. Die Anzeige ist beleuchtbar und dient als Status-Display zur schnelleren Kamerakontrolle und zur einfachen Umgewöhnung für DSLR-Umsteiger.

Gleich daneben befinden sich der Videoaufnahme-Knopf und das hintere Einstellrad, das dadurch auch auf der Kameraoberseite anstatt auf der Rückseite wie bei der GH5 sitzt. Die etwas ungünstig angebrachte Display-Taste der GH5 wurde ebenfalls verpflanzt und in etwas grösserer Ausführung unter dem Menü/Steuer-Schalter der G9 eingebaut.

Gut informiert: Das beleuchtbare Anzeigefeld der G9 stellt die aktuellen Einstellungen der Kamera klar und deutlich dar.

Vorne an der neuen Kamera sind eine zusätzliche Funktionstaste sowie ein Zweifach-Umschalter hinzugekommen. Die übrigen Knöpfe und Rädchen befinden sich an ähnlicher Position wie an der GH5, wurden meiner Meinung nach jedoch griffiger und grösser gestaltet.

Mit eingesetztem Akku wiegt das Gehäuse der Lumix DC-G9 665 Gramm und ist damit rund 70 Gramm leichter als jenes der GH5. Zusammen mit dem Kit-Objektiv 12–60 mm kommt die G9 auf gut 890 Gramm. Die Abmessungen beider Kameras sind sich sehr ähnlich, die Unterschiede liegen im Millimeterbereich.

Beinahe Zwillinge: Die beiden Modelle unterscheiden sich auch in ihren Abmessungen kaum.
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