22. Juli 2017 | seit 1999
MAGAZIN
Seite 1 / 2
ARTIKEL
Publikationsdatum
18. Mai 2017
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Wer bislang glaubte, Flachbildschirme seien schon flach, flacher geht's nicht mehr, wurde von LG Electronics eines Besseren belehrt. Die Firma zeigte im Sihlcity in Zürich erstmals ihren neuen Signature OLED TV 65W7V.

Nachdem das Tuch an der aufgebauten Demo-Wand entfernt wurde, staunten nicht nur die eingeladenen Medienschaffenden, auch das Einkaufspublikum rund um die LG-Electronics-Ausstellung war verblüfft.

Getreu seiner Philosophie "Weniger ist mehr" hat LG alles Überflüssige entfernt, bis nur noch die Schönheit des Bildschirms übriggeblieben ist. Das glänzende, rasiermesserdünne Profil des Gerätes erzeugt den Eindruck, als schwebe der Fernseher.

Mit seinen Abmessungen von 1450 x 825 mm verspricht der neue OLED-TV ein packendes Fernseherlebnis. Kein Rand, keine Tasten, Regler oder Anzeigen stören den Bildgenuss. Das Panel selbst ist nur 2,57 mm dünn und wiegt 7,6 Kilogramm.

Damit sich diese Fläche nicht durchbiegt, wird eine Halterung mitgeliefert, an die das Panel mithilfe magnetischer Klammern direkt an der Wand montiert wird. Komplett ohne Lücke zwischen TV und Wand.

So hat das bereits lieferbare Modell 65W7 nur noch eine Einbautiefe von 3,85 mm, und das demnächst verfügbare, noch grössere Modell 77W7 (77 Zoll, 195 cm) eine Einbautiefe von 5,96 mm.

Schwebender Fernseher: Das hauchdünne Profil des 65W7 OLED TV erzeugt den Eindruck, als schwebe der Bildschirm. Wie dünn und biegsam das Panel tatsächlich ist, zeigt hier Maurizio Saccomani, LG Electronics Key Account Manager.

Die Empfangselektronik und Ansteuerung des Panels befindet sich in einer Soundbar-ähnlichen Zentrale und ist mit einem unauffälligen Flachbandkabel mit dem Bildschirm verbunden. Wer das Kabel tarnen möchte, kann es problemlos mit der Farbe der Wand überstreichen. LG Electronics tüftelt schon an einer drahtlosen Verbindung, die das Kabel überflüssig machen soll.

Nach oben strahlende Lautsprecher und der konkurrenzlose Dolby-Atmos-Klang sorgen dafür, dass die Zuschauer komplett im Fernseherlebnis aufgehen.

Das Design der W7-Serie ist so raffiniert, dass es mit entsprechenden Inhalten zusammen zu der Illusion führen kann, statt eines Fernsehschirms ein Bild zu betrachten, so die Meinung von LG.

Die Demobilder an der Vorführung konnten jedenfalls überzeugen. Besonders bei den wunderschön eingerahmten Standbildern mussten wir zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass es sich tatsächlich um einen Fernseher handelt – und nicht etwa um ein an der Wand hängendes Bild.

Kunstwerk oder Fernsehschirm: Manche gerahmten digitalen Fotos sahen echten Bildern verblüffend ähnlich.

In der W7-Serie setzt das Unternehmen eine weiterentwickelte Version seiner Pixel-Dimming-Kontrolltechnologie ein, die bereits aus früheren OLED-Modellen von LG bekannt ist. Sie liefert perfektes Schwarz ohne Lichtleckage und sorgt so für ein unendliches Kontrastverhältnis mit einer Milliarde möglicher Farben. Wie alle 2017er-Modelle setzt auch die W7-Serie Ultra-Luminence-Technologie ein, um, wo nötig, eine grössere Helligkeit zu erzielen.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Wettbewerb