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Testbericht · Canon · Spiegelreflex

Traumflieger

Test Canon EOS-1D C

avguide.ch hatte die Möglichkeit, die erste 4K-Spiegelreflexkamera von Canon, die EOS-1D C, einem kurzen Test zu unterziehen. Dabei schickten wir zusammen mit der Coptercam Company die 13'000 Franken teure Kamera in die Luft.

Von Fabian Heer · · Seite 1 von 3

Bei der EOS-1D C von Canon ist vor allem der letzte Buchstabe „C“ interessant. „C“ steht dabei für Cinema. Damit stellt sich die EOS-1D C als erste Spiegelreflex-Kamera in eine Reihe mit den professionellen Canon Videokameras C300 oder C100. Und da gehört sie auch hin.

Zwei DIGIC 5+-Prozessoren treiben die Spiegelreflexkamera an und ermöglichen so Videoaufnahmen im digitalen Cinema-Standard mit 4092 x 2160 Pixeln, also einer Auflösung leicht über dem 4K aktueller Fernsehgeräte. Die Aufnahmen werden im Motion-JPEG-Format mit 8 Bit in 4:2:2. mit 24 resp. 25 B/s auf eine CF-Karte gespeichert.

Dank einem Clean-HDMI-Feed kann mit einem externen Aufnahme-Gerät (über HDMI) ausserdem Full HD in 4:2:2 (uncompressed) aufgezeichnet werden.

Die Kamera verfügt über einen Kopfhöreranschluss sowie Pegelanzeige für das Mikrofonsignal, das sich manuell  aussteuern lässt. Leider fehlt aber die Möglichkeit, ein externes Mikrofon über professionelle XLR-Anschlüsse mit dem Gerät zu verbinden.

Super35-Crop

Für den Videodreh mit der Band Red Bandana im Einsatz: Die Canon EOS1Dc Für den Videodreh mit der Band Red Bandana im Einsatz: Die Canon EOS1Dc

Obwohl die Canon EOS-1D C offiziell nur die neuste Generation CF-Karten (UDMA7) unterstützt, konnte beim Test auch eine UDMA6 Karte erfolgreich bespielt werden. Allerdings ist mit einer 32 GB-Karte nach gerade mal zehn Minuten 4K-Aufnahme fertig, da der Speicher voll ist. Die Bildqualität ist aber absolut top, wie unsere 4K-Luft-Aufnahmen zeigen, auch nach dem Herunterskalieren auf Full-HD.

Die Sensorauslesung in 4K wird mit einem 1,3-fachen Crop vorgenommen, will man im Vollformat aufnehmen, muss man sich mit einer Full-HD Auflösung begnügen. Interessant hierbei, dass auch Aufnahmen mit 1080p50 möglich sind – also 50 Bilder pro Sekunde. So werden nicht nur bessere Zeitlupeneffekte möglich, auch bei Bewegungen und Schwenks wird das Bild deutlich besser. Ausserdem bietet die Kamera einen Super35-Crop-Modus, bei welchem nur die Fläche eines Super35-Sensors ausgelesen wird. Kinofeeling pur – die EOS-D1 C erweist ihrem „C“ alle Ehre.

Der Autor Fabian Heer
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