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Testbericht · Astel&Kern · In-Ear-Kopfhörer

Wohlklang im Ohr

Test Astell&Kern Diana PSP11

Die High-End In-Ear-Kopfhörer Diana PSP11 sind in einer Zusammenarbeit zwischen dem HiRes-Player-Hersteller Astell&Kern und Jerry Harvey entstanden. Letzterer war massgeblich an der Entwicklung des IEM (In-Ear- Monitoring) beteiligt.

Von Hans Jürg Baum · · Seite 1 von 3
Die von Jerry Harvey entwickelten High-End-In-Ear-Kopfhörer werden standesgemäss vom Astell&Kern-HiRes-Player SP1000M angesteuert.
Die von Jerry Harvey entwickelten High-End-In-Ear-Kopfhörer werden standesgemäss vom Astell&Kern-HiRes-Player SP1000M angesteuert.

Jerry Harvey, geboren in St. Louis, Missouri, wuchs in einer musikalischen Umgebung auf und betätigte sich zunächst als Toningenieur. In den 90er-Jahren, als die IEM-Technik (In-Ear-Monitoring) noch in den Kinderschuhen steckte, stellte er – nachdem er die damaligen In-Ear-Produkte für unbrauchbar empfunden hatte – für den Drummer Alex van Halen seinen ersten In-Ear-Monitor her. Dieser war begeistert, und bald sprach sich die Sache in den entsprechenden Kreisen herum.

2007 gründete Jerry Harvey unter dem Namen «Jerry Harvey Audio» seine eigene Firma und stellte In-Ear-Headphones nicht nur für das professionelle In-Ear-Monitoring, sondern auch für die anspruchsvolle Klientel der audiophilen Gefolgschaft her. Inzwischen ist Jerry Harvey Inhaber von mehreren Patenten bezüglich der Konstruktion von In-Ear-Kopfhörern. So war es denn kein Zufall, dass sich Astell&Kern für die Konstruktion ihrer neuen In-Ear-Headphones an Jerry Harvey wandte.

Gebaut nach Jerry Harveys Patenten

Jerry Harvey ist Inhaber von mehreren Patenten, was den Bau von IEM (In-Ear-Monitoren) betrifft und er ist der Konstrukteur der In-Ear-Kopfhörer Astell&Kern Diana.Jerry Harvey ist Inhaber von mehreren Patenten, was den Bau von IEM (In-Ear-Monitoren) betrifft und er ist der Konstrukteur der In-Ear-Kopfhörer Astell&Kern Diana.

In den Diana PSP11, welche  zu einem Preis von 699 Franken zu haben sind, stecken Eigenentwicklungen von Jerry Harvey, die nach dem allgemein bekannten Prinzip der Balanced Armature Driver arbeiten. Jeder Hörer enthält drei solcher Treiber, je einer für Tiefen, Mitten und Höhen. Hier kommen Patente von Jerry Harvey wie Freqphase, Timephase, and Waveguide-Technologien zum Tragen. Diese verhindern, dass einer der drei Treiber um mehr als 1/100 ms aus dem Takt des gemeinsamen Zusammenspiels herausfällt. Dies soll einen sehr homogenen Klang garantieren, der wie aus einem Guss wirkt.

Das extrem stabile, praktisch vibrationsfreie Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und passt, dank der in verschiedenen Grössen der mitgelieferten Ohrpassstücken, an (fast) alle Ohren. Die 8-adrigen Kabel bestehen aus einem Hybridmaterial von Silber und Kupfer und weisen sowohl symmetrische sowie asymmetrische Stecker auf. Wie bei praktisch allen In-Ear-Hörern dieser Art, wird sowohl der linke wie auch der rechte Hörer von einer formbaren Schlaufe gehalten, die übers Ohr gelegt wird. Das Montieren mutet zunächst etwas fummelig an, doch daran kann man sich gewöhnen ...

Selbstverständlich liegt eine kleine Aufbewahrungstasche bei, die – wohl, um die US-Herkunft zu betonen – mit dem vielsagenden Aufdruck «Van Nuys» versehen ist. Van Nuys ist bekanntlich ein bekannter Stadtteil von Los Angeles im Herzen des San Fernando Valley.

Der Autor Hans Jürg Baum

Hans Jürg Baum ist Mitgründer von avguide.ch und war zehn Jahre lang Geschäftsführer. Der Musiker schrieb zwei Jahrzehnte lang über Audio-Komponenten, Kopfhörer und Musik — Schwerpunkt Klassik und Barock in HiRes.

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