17. November 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
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Publikationsdatum
14. Februar 2005
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Sony präsentierte zur Photokina mit der DSC-V3 ein Werkzeug für ambitionierte Hobbyfotografen mit erhöhtem Anspruch und gleichzeitig ein Tool, um schnell und einfach Bilder zu schiessen.

Und zwar ausgezeichnete Bilder, entstanden im Automatikmodus ohne grosses Wissen um die ganze Technik.

Nein, die Sony ist nicht nur dem Freak vorbehalten, liefert ihm aber alle manuellen Eingriffsmöglichkeiten und die Performance, die er sich wünscht.

Showtime

Die richtigen Dimensionen für ausgezeichnetes Handling: Griff, Wählrad und Auslöser liegen am richtigen Ort.
Vom ersten Moment an gilt es, das Publikum zu fesseln, denn der erste Eindruck bleibt der wichtigste.

Mit ihrem klassisch schwarzen Kameralook, dem titan-metallen schimmernden Objektivring, Auslöser und Programmwählrad hat die Sony bereits sehr gute Karten.

Stolz zeigt sie ihre Dimensionen und macht klar, die Westentasche ist nicht der passende Platz für sie. Genau diese Dimensionen machen erst das ausgezeichnete Handling möglich, so dass die Kamera mit einer Hand sicher geführt werden kann.

Die Bedienelemente zeigen klar ihre Bedeutung und liegen für den Zweihandbetrieb am richtigen Ort, einzig einige rückseitige Tasten dürften den Platz grosszügiger nutzen.

Cinemax-Format

Auf einer Diagonalen von knapp 6.5 cm zeigt die V3 ihre Bilder. So ist eine Kontrolle zuverlässig möglich.
Nicht nur die Bilder sind riesig, mit 3072 x 2304 respektive 7.2 Megapixeln, auch ihre Präsentation auf dem internen LCDisplay mit knapp 6.5 cm Diagonalen sorgt für den Wow-Effekt.

So lässt sich garantiert der richtige Ausschnitt wählen, und so lässt sich das Resultat zuverlässig kontrollieren.

Wie von Sony gewohnt, zeigt die V3 darin die Akkukapazität in Minuten, die auf dem Speicher verbleibende Bildanzahl und neben weiteren Informationen auf Wunsch das aktuelle Histogramm.

Carl Zeiss

Das Carl Zeiss-Objektiv mit einer Brennweite von 34 bis 136 mm KB sowie der Lichtstärke F2.8 bis F4.0.
Ein in einschlägigen Kreisen bestens bekannter Name garantiert beste optische Voraussetzungen: Das 4fach optische Zoom mit einer Brennweite von 34 bis 136 mm (KB äquivalent) bietet eine Lichtstärke von F2.8 bis F4.0.

Unterstützt werden diese optischen Eigenschaften durch das Smart Zoom, welches sich die gewaltige maximale Pixelmenge zu Nutze macht.

Wird in einer kleineren Auflösung als der maximalen fotografiert, so werden die ungenutzten Pixel für das elektronische Zoom gebraucht.

Bei 5 MP ergibt dies ein 4.7fach Smart Zoom ohne Verlust der Auflösung.

Kraft und Geschwindigkeit

Das ausgezeichnete Objektiv mit wenig Verzug fordert einen kleinen Tribut: Der Makrobereich beginnt erst ab knapp 11 cm.
Wer mit seiner Performance überzeugen will, muss schnell sein: Schnell betriebsbereit, schnell fokussiert und mit kurzer Auslöse- verzögerung.

Hier ist die Sony an der Spitze mit dabei, vor allem mit dem zuverlässigen und gleichzeitig zügigen Autofokus.

Auch der Auslöse- zeitpunkt hält mit den führenden Konkurrenten mit und repräsentiert den aktuellen Stand der Technik.

Im High-Speed Burst-Modus sind so acht Bilder höchster Auflösung hintereinander möglich, mit 2,5 Bildern pro Sekunde, oder wahlweise fünfzehn mit einer Kadenz von 0,9 Bildern pro Sekunde.

Alle Varianten

Entweder eingebauter Blitzwürfel oder externe Anlage: Der Blitzschuh übermittelt Vorblitzdaten und Entfernungswerte.
Die V3 leistet, was von ihr verlangt wird.

Entweder von alleine, oder mit allen manuellen Einstellmöglichkeiten der Belichtungs- und Schärfeparameter.

Dazwischen liegen verschiedene Szenen bereit, um das Verfahren abzukürzen.

Ebenfalls stehen drei Videomodi zur Wahl, MPEG VX Fine mit 640 x 480 sowie 30 Bildern/Sekunde (nur mit Memory Stick Pro), MPEG VX Standard 640 x 480 und 16,6 Bildern/Sekunde sowie MPEG Video-Mail 160 x 112 und 8,3 Bildern pro Sekunde.

Wenn wir schon bei der Bildgrösse sind: Interessant auch die Möglichkeit, mit 2592 x 1728 Pixeln Bilder im 3:2 Format zu schiessen.

Und interessant auch, dass Videos in begrenztem Rahmen direkt in der Kamera editiert werden können.

Diesen Möglichkeiten steht der Blitz in nichts nach.

Für kurze und mittlere Distanzen reicht der starke eingebaute Blitzwürfel aus, ansonsten übernimmt der Mittenkontakt-Blitzschuh die Kommunikation mit der externen Anlage und übermittelt Vorblitzdaten oder Entfernungswerte ohne zusätzliche Verbindung.

Im Doppelpack

Sowohl Memory Stick respektive Memory Stick Pro wie Compact Flash Card I kommen als Speicher in Frage. Die Unterschiede liegen in der Schreibgeschwindigkeit und im Preis.
Gleich zwei oder gar drei Speicherkarten- Formate bietet die Sony V3 zur Auswahl.

Natürlich zum einen den Memory Stick respektive Memory Stick Pro, zum anderen die Compact Flash Card I als preisgünstigere Alternative.

Für Videos im Fine-Modus wird allerdings der Memory Stick Pro respektive dessen hohe Schreibgeschwindigkeit verlangt; er empfiehlt sich aber auch für Aufnahmen im TIF- und RAW-Format.

Ein normaler Memory-Stick ist mit den 15 bis 20 MB grossen Dateien über 20 Sekunden beschäftigt.

Gleicherorts in der Kamera sitzt auch der kleine Akku, der aber unglaublich lange hält.

Geladen wird er normalerweise direkt in der Kamera, externe Ladegeräte sind optional erhältlich.

Die Kraft der Bilder

3,2 gegen 7,2 Megapixel: Die Schrift wird grösser, deutlicher, schärfer.
Tatsächlich spielen in der Sony DSC-V3 alle Komponenten, die optischen, elektronischen, digitalen, ausgezeichnet zusammen.

Das Resultat sind Bilder beeindruckender Qualität, gestochen scharf, von höchster Auflösung.

Sowohl Weissabgleich wie Belichtung gelingen der Automatik zuverlässig, die verschiedenen Einstellmöglichkeiten erlauben zudem Belichtungs- respektive Blendenreihen und das Spiel mit Tiefenschärfe und Licht.

Gerade auch kritische Naturaufnahmen überzeugen durch ihre kräftigen, stimmigen Farben.

Hier schöpft die V3 aus dem Vollen und markiert ihren Anspruch auf den Platz im Rampenlicht.
STECKBRIEF
Modell:
DSC-V3
Profil:
Ausgezeichnete Bildqualität gepaart mit 7,2 Megapixeln Auflösung und allen manuellen Eingriffsmöglichkeiten ergeben in der Summe eine Kamera für anspruchsvolle Bilder und gelungene Schnappschüsse, dank zuverlässiger Automatik und einfacher Bedienung.
Pro:
Bildqualität mit 7,2 Megapixeln Auflösung und Carl Zeiss-Objektiv;manuelle Einstellmöglichkeiten;zuverlässige Bildautomatik;Blitzschuh;vollständige Ausstattung;
Contra:
Makrobereich eingeschränkt (ab ca. 11 cm)
Preis:
1,200.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2004
Vertrieb:
Masse:
120 x 72 x 63 mm
Gewicht:
0,36 kg
Farbe:
schwarz
Bildsensor:
1/1.8 Zoll CCD
Brennweite:
7 -28 (34 - 136 KB) mm (35 mm KB)
Datenformat:
JPEG, MPEG1, TIFF, RAW
Digitalzoom:
8-19-fach
Objektiv:
Carl Zeiss Vario-Sonnar, F2.8 - 4.0
Optisches Zoom:
4-fach
Pixel:
7.2 M
Schnittstelle:
USB, AV, Zubehör
Speichermedien:
Memory Stick, Memory Stick Pro
Verschlusszeit:
1/8 - 1/2000
Wettbewerb