TESTBERICHT
ARTIKEL
Publikationsdatum
18. November 2002
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Auf der Suche nach einer altertümlichen Zeitmaschine, die nur alle 5000 Jahre funktionsfähig ist, aber Macht über die Zeit verleiht, pendelt Lara Croft zwischen ihrem Heim in England, Kambodscha und Sibirien. Sie befindet sich im Wettlauf gegen eine ganze Schar von Bösen. Entsprechend schnell und geradlinig ist der Film, unter Verzicht auf eine stimmige Story oder gar Charakterzeichnung. Der Film hält einem Vergleich mit Indiana Jones nicht stand, überzeugt aber durch die Bauten und die gelungene Umsetzung von Kampfszenen des gleichnamigen Games.

Bild und Ton sind ausgezeichnet. Der Ton brilliert mit kräftigen Surrounds, sowohl bei der Musik als auch bei den Geräuschen. Gerade bei Kampszenen fühlt man sich so mitten im Geschehen. Die Stimmen und aufs Bild bezogenen Geräusche bleiben jedoch nach vorn orientiert.

Tomb Raider kommt als aufwendig gemachte Kassette mit drei DVDs daher. Die erste enthält den Film, die zweite über drei Stunden Bonusmaterial vom „Making of“ über Interviews bis zum Musikclip „Elevation“ von U2. Auf der dritten DVD findet sich die Vollversion des Games „Tomb Raider“.

Klein und fein

Top Sound dank hochwertiger Chassis
Top Sound dank hochwertiger Chassis
Bestückt ist die nur 28 cm hohe und knapp 17 cm breite Kleinbox mit hochwertigen Chassis. Erhältlich ist sie in diversen Echtholzfournieren wie Kirsche, Ahorn, Nussbaum, Eiche, schwarz und mit Aufpreis auch in Eibe.
Die Richmond 3 eignen sich nicht nur als hochwertige Stereolautsprecher, sondern auch als kompakte und basstüchtige Surroundboxen in Heimkinoanlagen. Die Empfindlichkeit ist für eine Kleinbox recht gut. Sie benötigt allerdings einen guten Verstärker mit mindestens 2x20 Watt, um ihre Fähigkeiten entfalten zu können.
Die Bassreflexöffnung strahlt bei dieser Box nach hinten. Bei optimalem Abstand zur Rückwand ergibt sich ein verblüffend tief reichender Bassbereich.

Hohe Klangkultur

Von nobler Herkunft: Castle from England
Von nobler Herkunft: Castle from England
Obwohl sich die klanglichen Unterschiede unter den Boxen aus verschiedenen Ländern in den vergangenen Jahren etwas angeglichen haben, ist eines immer noch klar: Die Engländer verabscheuen grelle, harte Sounds mit zischelnden Höhen und lieben eine hohe Klangkultur.
Auch die Richmond passt genau in dieses Cliché. Ihr Klang ist ausgewogen und neutral. Warm und dezent kommen die Höhen. Das Auflösungsvermögen ist trotzdem gut.
Der Bassbereich ist abhängig von der Platzierung. In einem Regal und mit einer Distanz von rund 5 cm zur Rückwand ist ein Bass zu hören, welcher man dieser Kleinbox nie zutrauen würde. Und zwar ist es kein aufgeblähter Mid-Bass, sondern ein klarer Bass mit akzeptablem Tiefgang. Orgelsubbässe von einer derart kleinen Box zu verlangen, wäre unrealistisch. Für Sounds aus dem tiefen Keller, empfiehlt sich ein aktiver Subwoofer.
Doch auch ohne zusätzliche Bassverstärkung waren bei klassischer Musik erfreute, ja begeisterte Kommentare zu hören. Die kleine Britin spielte sich innert kürzester Zeit in die Herzen der Testhörer. Traumhaft schön bringt die kleine Engländerin Stimmen und Streicherwerke. Wenngleich sie gewiss nicht die richtige Box für Technofreaks und Pegelfetischisten ist, so kann sie bei lockerem Swing die Füsse der Hörer zum Wippen bringen und auch bei gemässigtem Pop und Rock einen gefälligen Sound in den Abhörraum zaubern.

Fazit

Die Richmond 3 ist ein kleines Juwel, das Ohren und Augen entzücken kann. Dass sie nicht ganz billig ist, kann man ihr angesichts der gebotenen Leistungen gewiss verzeihen.
STECKBRIEF
Preis:
770.- Franken das Paar
Profil:
Sehr schön verarbeitete und klanglich hochwertige Kleinbox vom englischen Lautsprecherspezialisten Castle.
Pro:
sehr schöne Verarbeitung,
kompakte Abmessungen,
sehr gute Klangqualität
Contra:
begrenzter Tiefstbassbereich
Ausstattung:
1 x 19 mm-Kalotten-Hochtöner,
1 x Tief-Mitteltöner mit 13 cm-Karbon Fibre-Membran,
Anzahl Wege: 2,
Bi-Wiring: Nein
Technische Daten:
Masse (BxHxT) 16,5 x 28 x 19 cm
Empf. Verstärkerleistung: 15 – 70 Watt
Impedanz: 8 Ohm