Hingucker: Tolle Verarbeitung und beste Austattung machen den Onkyo TX-NR616 zum Top-Reveiver.Spass mit Musik
Gewohnt gehobener Standart
subfrrear250.jpgWas ist eigentlich MHL?
MHL steht für «Mobile High Definition Link» und ist wohl die zukünftige Multimediaverbindung für Kleingeräte wie Smartphones. Sie steht für die Verbindung zwischen USB und HDMI.
MHL-fähige Zuspieler (z.B. das Samsung Galaxy S3) können über die Micro-USB-Buchse Bild und Ton latenzfrei übertragen. Gemäss MHL-Spezifikation können so Videos in Full-HD-Auflösung mit 1080p (1920 x 1080) und 7.1-Sound direkt vom Smartphone übertragen werden. Und für das Ganze werden nur drei Pins des Steckers gebraucht, die anderen zwei können so für das Laden des Device verwendet werden.
App wertet Bedienung auf
Immer noch nicht ganz anfreunden kann ich mich mit der Fernbedienung, welche zwar wie immer solid ist und gut in der Hand liegt, der es aber nach wie vor an Innovation und Wow-Faktor fehlt. Dafür gibt es eine App-Steuerung für iPhone oder Android-Systeme, welche Onkyo gratis zum Download anbietet.
Die App findet den Netzwerk-Receiver automatisch (das Smartphone und der Receiver müssen dazu natürlich im selben Netzwerk angeschlossen sein) und schon kann man den Receiver bequem vom Smartphone bedienen. Das Programm ist sehr einfach gestaltet, und es lassen sich alle Grundfunktionen schnell und effizient bedienen.
Leider gibt es davon noch keine Tablet-Version. Auf der Suche nach einer passenden Software bin ich aber auf ein hervorragendes Drittprodukt gestossen: oRemote. Das iPad-App kostet fünf Franken und ist im App-Store verfügbar. Ähnlich wie beim Onkyo-App findet oRemote den Netzwerkreceiver sofort. Ein Klick und es kann bedient werden. Die Oberfläche ist viel komplexer als beim Onkyo-App und trotzdem findet man sich schnell zu recht. Sogar Zweiwegkommunikation ist dabei möglich: MP3s, die über den USB-Anschluss auf den Receiver gestreamt werden, sind auf dem iPad mit Titel und Albumcover zu sehen. Ein starkes App! Leider aber nicht auf Android verfügbar.
Tolle Erweiterung: Das iPad-App Oremote bietet den vollen Bedienungsumfang für den NetzwerkreceiverPräziser Klang, satte Bilder
Auch beim Hörtest punktet der Onkyo TX-NR616. Seine Grundauslegung ist solide und eignet sich hervorragend für eine breite Auswahl von Audioanwendungen. Während Stimmen im Surround-Betrieb sehr präzise und authentisch klingen, kann der kleine Alleskönner auch sehr gut mit grossen Konzert-Sälen umgehen und diese mit einer Genauigkeit und einer Pegelfestigkeit in den Raum bringen, wie es in dieser Preisklasse doch eher selten ist.
Einzig bei grossen, lärmigen Action-Szenen hat der TX-NR616 zum Teil etwas Mühe, die gesprochene Stimme von der Umgebung abzuheben.
Dafür punktet der Receiver bei der Videoselektion und der Bildqualität fast in allen Bereichen. HD-Signale werden in sehr guter Schärfe und Farbtreue wiedergegeben, sie wirken keinesfalls künstlich oder gar störend. Auch bei schnellen Bewegungen im Sport treten keine Störungen auf (solang der Bildschirm mithalten kann). Die Farbtrennung und auch die Bildschärfe wirkt stets souverän.
Auch mit der Up-Conversion von DVD-Signalen kommt der TX-NR616 gut zu recht, einzig bei höher komprimiertem SD-Material kommt er etwas an seine Grenzen und verliert so etwas an Schärfe und Farbe.
Fazit
Der Onkyo TX-NR616 macht genau das, was man von ihm erwartet: Er erfüllt die Ansprüche, und diese müssen dabei keinesfalls zu tief angesetzt werden. Sehr umfangreiche Ausstattung, ein tolles Klangbild, top Verarbeitung und eine ansprechende Optik machen den Receiver zu einem grossen Player. Das man es hier nicht mit der Topklasse zu tun hat, merkt man nur an kleinen Details wie dem fehlenden steckbaren Netzkabel oder dem nicht vorhandenen Phono-Anschluss. Bei einem Preis von unter 1000 Franken lässt sich darüber aber getrost hinwegschauen. Ein Wunsch für die Zukunft wären lediglich eine Streaming-Funtkion für Videoformate und eine Tablet-App zur Bedienung.

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