TESTBERICHT
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CD mit Röhrenklang

Den Röhren-Hybrid-CD-Player CD-S7DAC gibt es in Schwarz und in Weiss. Den Röhren-Hybrid-CD-Player CD-S7DAC gibt es in Schwarz und in Weiss.

Heute darf man sich fragen, was ein CD-Spieler im Zeitalter des HiRes-Streaming noch zu suchen hat. Doch gerade gestandene HiFi-Freunde mit einer relativ umfangreichen Sammlung an CDs möchten diese auch in Zukunft auf bestmögliche Art abspielen. Und die Idee, die antiquierte CD mit dem Flair des Röhrenklangs geniessen zu können, hat etwas Zauberhaftes an sich.

So sieht das Rezept des Hybrid-CD-Spielers CD-S7DAC ganz ähnlich aus wie beim SV-237MK. Im obligaten Röhren-Bullauge leuchte dezent eine Gleichrichterröhre vom Typ 6Z4, die zusammen mit einer 12AX7 nicht im Audiokanal musizieren, sondern im Netzteil zusammen mit einem üppig dimensionierten Ringkerntransformator für eine superstabile Spannungsversorgung sorgen. Für das typische Röhrenaroma sorgt hier die russische Doppeltriode vom Typ 6922. Während das hochwertige Laufwerk von Sanyo stammt, hat man die gesamte Elektronik darum herum im eigenen Haus entwickelt.

Dank USB, Coax und optischen Digital-Eingängen kann das Gerät auch als reiner Digital-Analog-Wandler in Verbindung mit Computer, Sat, PC und diversen anderen Geräten mit digitalen Ausgängen kombiniert werden. Für den guten Klang ist hier neben den Röhren auch der exzellente Burr-Brown-D/A-Wandler PCM 1796 verantwortlich.

Ich bin auch ein DAC

Da der Player auch als reiner DAC benutzt werden kann, wird auch diese Wiedergabemöglichkeit erprobt. Doch es zeigt sich, dass meine HiRes-Aufnahmen über den USB-Eingang nur mit maximal 16bit/48kHz verarbeitet werden. Auf meine Anfrage bei Vincent bekomme ich von Herrn Christian Fröhling folgende Antwort:

«Wie Sie ja wissen, ist der CD-S7DAC schon einige Jahre am Markt. Damals war dies mit dem verwendeten USB-Eingang Standard. Ein Update wäre nicht ohne grösseren technischen Aufwand möglich. In erster Linie ist unser Gedanke, dass dies ein CD-Player ist und das DAC-Feature nur als zusätzliche Funktion genutzt werden kann. Für Kunden, die HiRes-Files verwenden und es eher auf die DAC Funktion abgesehen haben, kommt im Januar 2019 der neue DAC-7 auf den Markt.» Weiter erhalte ich die Information, dass der Coax- und der optische Eingang jedoch bis zu 24bit/192 kHz arbeiten täten.

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Nun darf der CD-S7DAC zeigen, was er in Verbindung mit dem SV-237MK leisten kann. Die CD «Basie plays Hefti» mit sorgfältigst digital remastered analogen Masterbändern aus dem Jahre 1958(!) verschwindet im Player. Dass die Sound-Tüftler des Jazz-Labels Real Gone beim digitalen Remastering dieser natürlich mit Röhrenequipment aufgenommenen Tracks exzellente Arbeit geleistet haben, hört man sofort. Die Wucht der Band, die Kraft der Posaunen und des Kontrabasses hauen mich ebenso aus dem Sessel wie der aus vier Trompetern bestehende Trompetensatz. Gerade dieser spielt mit einer selten gehörten Brillanz und Schlagkraft auf.

Glasklar ist zu hören, wie der Lead-Trompeter in der klanglichen Stratosphäre jeden Einsatz mit einer Leichtigkeit bringt, die jeden Trompetenspieler erblassen und neidig werden lässt. Und wie hier die Röhren den Bläsern Durchschlagskraft verleihen und diese beseelen, ist beeindruckend. Auch bei höheren Pegeln bleibt der Klang absolut lupenrein. Her ist weder Röhren- noch Transistor-Clipping zu hören, sondern Dynamik pur.

Meine geschätzten Arbeitspferde, die Piega Coax 311, werden zur Höchstleistung angetrieben. Und da sehe ich doch tatsächlich, wie die Zehenspitzen meiner ehelich Angetrauten, die sonst eher auf Klassik steht, ganz unbewusst zu wippen beginnen. Ja, dieser Sound geht unter die Haut – und man glaubt es kaum, dass dieser Event vor fast genau 60 Jahren stattfand! Die gute alte Zeit der Big Band scheint auferstanden zu sein.

Nun geht das Hörvergnügen weiter durch alle Musik-Stilrichtungen. Doch da der mir von der avguide.ch-Geschäftsleitung für schwärmerische Hörtests zur Verfügung gestellte Platz bereits deutlich überschritten worden und eine erneute Ermahnung zu erwarten ist, hier gleich das Fazit.

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