24. Juli 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Einfache Bedienung

Das aufklappbare Display und die Anpaasung der Anzeige an die Kameraposition erlauben auch Selbstportraits

Bedient wird das Gerät über den Touchscreen. Das Menu ist klar aufgebaut, gut verständlich und bietet im Betrieb unten im Bild eine kontextabhängige Menuleiste. Angewählt werden können verschiedene Szenenmodi (Makro, Sport, Nacht etc.) und verschiedene Aufnahmemodi wie Zeitraffer, Zeitlupe oder Intervallaufnahme. Auch wenn die einstellbaren Parameter nur einen bescheidenen Umfang haben, erlauben diese Modi doch interessante Variationen der normalen Aufnahme. Neben dem automatischen Weissabgleich stehen zwei Farbtemperaturen (5400 K für Tageslicht und 3100 K für Kunstlicht) sowie der manuelle Weissabgleich zur Wahl. Eine Grafikfunktion erlaubt das Einblenden von teils animierten Stempeln und ein eher grobes freies Zeichnen.

Der LCD gibt die in kleiner Schrift gehaltenen Menueinträge gut lesbar wieder. Auch die Videoaufnahmen wirken auf dem Display sehr natürlich. An seine Grenzen stosst der LCD bei Sonnenlicht. Da taugt das Bild bald einmal nicht mehr für die Kontrolle, und das Display wird zum Spiegel. Die Helligkeit des Bildes sowie der Hintergrundbeleuchtung können variiert werden. Letzteres hilft bei der Lesbarkeit des Menus im Sonnenlicht.

Lebendige Aufnahmen

Aufgenommen wird in vier Qualitätsstufen bis zu Full-HD (1920 x 1080) mit 25 progressiven Bildern pro Sekunde und 24 Mbps. Als Speichermedium dient eine Micro –SD Karte. Auf eine 32 GB-Karte passen knapp 3 Stunden Video in der maximalen Auflösung. Als Optik dient ein Weitwinkelobjektiv mit der festen Brennweite von 17 mm (35 mm KB) und einem Blinkwinkel von 160°. Dieser kann auf 71° reduziert werden, was einer Brennweite von rund 35 mm entspricht.

Der Weitwinkel bringt einen grossen Ausschnitt aufs Bild. Indoor muss man dafür mit einem ausgesprochenen Fisheye-Effekt leben. Bei Aussenaufnahmen fällt die Bildkrümmung nicht ins Gewicht, vielmehr trägt das Panoramabild zum lebendigen Eindruck des Bildes bei. Dieser wird gestützt durch die natürliche Wiedergabe des Bildes. Die Farben leuchten kräftig, jedoch ohne ins Extreme zu fallen. Ebenso wirken die Kanten angenehm ohne künstliche Überhöhung. Einzig bei Schwenks über ausgeprägte vertikale Strukturen kann Ruckeln den natürlichen Bildeindruck stören.

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