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Testbericht · Teufel · All-In-One Musiksystem

Kraftklotz

Test Teufel Raumfeld One S

Von Fabian Heer · · Seite 1371 von 4

Schon etwas länger ist es her, seit Deutschland im Audiobereich weltweit für Furore gesorgt hat. Dennoch gibt es nach wie vor einige Unternehmen in Deutschland, die für die Unterhaltungselektronik Audioprodukte entwickeln. Teufel zum Beispiel. Der Hersteller von Lautsprechern und Lautsprechersystemen hat seit seiner Gründung vor 35 Jahren seinen Hauptsitz in Berlin. Als Teufel im Jahr 2010 die Startup-Firma Raumfeld GmbH übernahm, haben sie einen guten Riecher bewiesen und sich Know-How im Bereich Netzwerkstreaming eingekauft. Raumfeld hatte sich nämlich schon damals auf das Verteilen von digitalen Audio-Dateien innerhalb eines Netzwerkes spezialisiert.

Und «Raumfeld» lebt als eigene Marke innerhalb des Teufel-Konzerns weiter. Die Ausrichtung des Portfolios liegt – wie könnte es anders sein – auf Streaming-Produkten im Audiobereich. Der Raumfeld One S ist das Einsteigergerät, welches wir hier in diesem Test genauer anschauen.

Gummierte Tasten ermöglichen Badezimmergebrauch

Designstück: Der Raumfeld One S sieht mit seinem modernen Design nicht nur gut aus, sondern ist auch gut verarbeitet und lässt sich dank gummierten Tasten sogar im Badezimmer bedienen.Designstück: Der Raumfeld One S sieht mit seinem modernen Design nicht nur gut aus, sondern ist auch gut verarbeitet und lässt sich dank gummierten Tasten sogar im Badezimmer bedienen.

Der Raumfeld One S ist ein 18 x 13 x 11 (BxHxT) Zentimeter kleiner Klotz in modernem Design. Das Gerät ist in den Farben Schwarz oder Weiss erhältlich. Das Kunststoffgehäuse wirkt dank aufgetragenem, matten Schleiflack edel und zeitlos.

Die Lautsprechermembranen sind durch eine schwarze Stoffabdeckung geschützt. Auch bei der weissen Ausführung ist der Stoff schwarz gehalten, was dem Raumfeld One S in dieser Ausführung eine zweifarbige Optik verleiht.

Auf der Geräteoberseite befinden sich sechs gummierte, grosse Tasten. Diese sind zwar nicht sehr schön, dafür aber praktisch. Der Raumfeld One S lässt sich nämlich auch in feuchter Umgebung wie im Schwimmbad oder Badezimmer nutzen und bedienen. Aber nicht nur in feuchter Umgebung machen die Tasten Sinn. Während sich über zwei Tasten die Lautstärke bedienen lässt, sind vier Tasten frei belegbar. So kann zum Beispiel der Lieblingsradio-Sender oder eine favorisierte Playliste gespeichert und mit nur einem Tastendruck abgespielt werden.

Unter einer ebenfalls gummierten Abdeckung an der Unterseite befinden sich die Anschlüsse. Neben dem LAN- befinden sich dort auch der Netz- sowie ein USB-Anschluss.

Im Inneren des Raumfeld One S sorgt ein Class-D Verstärker mit 50 Watt Ausgangsleistung für die anständige Befeuerung des 3-Wegesystems bestehend aus einem 90 mm Mitteltieftöner und einem vorgelagertem 25 mm Hochtöner. Die zwei 95 mm Membranen auf der Seite sorgen dabei für eine ordentliche Basswiedergabe. Da das System so klein ist, wird der Raumfeld One S als Mono-Lautsprecher betrieben. Laut Teufel wird im Moment daran gearbeitet, dass zwei deren Geräte per App ganz einfach als Stereopaar gekoppelt werden können.

Mit einer 2/3 Blendenkorrektur passt es dann aber gut. Mit einer 2/3 Blendenkorrektur passt es dann aber gut.
Weiss oder schwarz: In der weissen Ausführung bekommt der Raumfeld One S wegen der schwarzen Lautsprecherabdeckung einen zweifarbigen Look. Weiss oder schwarz: In der weissen Ausführung bekommt der Raumfeld One S wegen der schwarzen Lautsprecherabdeckung einen zweifarbigen Look.

Die Bedienung über die Smartphone App (getestet mit der iOS-Version) funktioniert zuverlässig und sehr einfach. Ganz einfach kann auf die gesammte Musiksammlung auf dem Smartphone zugegriffen werden. Einziger Wehmutstropfen: Die erstellen Playlisten auf dem Smartphone lassen sich leider nicht abspielen. Die Raumfeld App ermöglicht jedoch das Erstellen von eigenen Playlisten.

Neben der Musiksammlung auf dem Smartphone kann der Raumfeld One S auch auf einen Netzwerkspeicher (DLNA und UPnP)) oder auf einen USB-Datenträger zugreifen. So können alle gängigen Dateiformate abgespielt werden, auch Lossless-Codecs wie FLAC und AAC lassen sich problemlos streamen.

Natürlich sind auch Internet-Streaming-Dienste integriert. So sind Spotify, WiMP, Napster, simfy, TuneIn und andere Internetradios direkt über die Bedien-App erreichbar.

Ein kleines aber feines Detail: Die beiden (relativ hellen) Status LEDs auf der Gerätevorderseite lassen sich einfach per App deaktivieren, sodass der Raumfeld One S auch im Schlafzimmer bei Dunkelheit verwendet werden kann. 

Natürlich lässt sich der One S nach Belieben mit anderen Produkten aus der Linie zu einem vernetzten Multiroom-System erweitern. Wie bei Sonos und Co. finden sich auch bei Raumfeld eine Vielzahl von kleineren und grösseren Geräten im Sortiment.

Erster Eindruck

Plastikhaufen: DiIe Panasonic Lumix DMC-G70 macht beim ersten Eindruck keine gute FallePlastikhaufen: DiIe Panasonic Lumix DMC-G70 macht beim ersten Eindruck keine gute Falle

Das erste Mal hatte avguide.ch bereits im Frühling die Möglichkeit, ein Vorseriengerät der Panasonic DMC-G70 zu testen (siehe Bericht). Da es bei Vorseriengeräten immer schwierig ist, sich ein abschliessendes Bild zu machen, nehmen wir die Lumix DMC-G70 im vorliegenden Test nochmals genauer unter die Lupe.

Was uns schon damals aufgefallen ist: Die Kamera, welche mit dem Kitobjektiv mit einer Brennweite von 28 bis 84 mm (Kleinbildformat) und einer Lichtstärke von F3.5 bis F5.6 daher kommt, wirkt nicht sehr ansprechend. Auch die Ausführung in Anthrazit (alternativ in Schwarz erhältlich), macht die Kamera nur bedingt edler. Etwas mehr als 500 Gramm bringt das Kit auf die Waage; das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff und wirkt eher etwas billig.

Würde man bloss auf die äusseren Werte und den ersten Eindruck gehen, wäre jetzt bereits die Zeit, um die Kamera zur Seite zu legen. Doch in diesem Schafspelz schlummert ein Wolf.

Die G70 ist von der Bauform her wie eine Spiegelreflexkamera gehalten, nur mit viel kleineren Abmessungen. Das 3-Zoll Touch-Display lässt sich in alle Richtungen kippen und schwenken, die Anzeigen wirken knackig und scharf. Neben Einstellungen kann über den Touch-Screen auch der Fokus gesetzt werden. Gerade für weniger geübte Fotografen dürfte dies eine dankbare Funktion sein. Der sogenannte Touch-Fokus funktioniert sogar bei Videoaufnahmen. So können einfach per Fingertip Schärfeverlagerungen gemacht werden. Was sich in der Theorie super anhört, ist in der Praxis allerdings etwas schwierig, da mit dem Berühren des Displays normalerweise auch die Kamera leicht bewegt wird. Gerade im Zoom-Bereich macht sich das durch Wackler im Bild recht schnell bemerkbar. 

Wer lieber durch den Sucher schaut, der kann auf einen gestochen scharfen OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Pixel vertrauen, welcher sich bis zu ±4.0 Dioptrien dem Auge anpassen lässt. Durch die ergonomische Bauform liegt die Kamera sehr gut in der Hand; Bedienelemente und Wahlräder sind perfekt zu erreichen. So sind auf der Kamera je ein Rad zur Wahl der Auslöseart und der Belichtungsprogramme zu finden. Zwei weitere Einstellräder neben der Daumenauflage und unter dem Auslöser regeln Verschlusszeit und Blende.

Für grosse Flexibilität und Individualität sorgen die fünf freibelegbaren Tasten. Je nach Bedarf können diese Tasten mit einer beliebigen Funktion versehen werden, welche dann ganz simpel und schnell abrufbar ist. Ebenfalls individuell lässt sich eine Seite des On-Screen-Menüs, das «Quick-Menü», belegen. Dies hilft, die Kamera und die benötigten Funktionen sehr individuell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Fazit

Teufel hat mit der Übernahme von Raumfeld wohl wirklich einen guten Riecher bewiesen. Das getestete Einstiegsprodukt Raumfeld One S ist absolut auf  Augenhöhe mit den Mitbewerbern von Sonos & Co – und dies sowohl auf der Ausstattungs- wie auch auf der Qualitätsebene. Besonders beindruckend ist der präzise und bassbetonte Klang, welcher der Mini-Lautsprecher im Stande ist wiederzugeben. Aber auch kleine Details wie die gummierten Tasten für eine sichere Wiedergabe in Badezimmer oder die Möglichkeit, die Status-LEDs für die Benutzung im Schlafzimmer auszuschalten, machen den Raumfeld One S zu einem absoluten Topgerät. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass für die Einrichtung des (WLAN!) Geräts ein Netzwerkkabel benötigt wird. Dafür gibt es den Raumfeld One S bereits für 250 Franken. Die Raumfeldgeräte sind wie auch die anderen Teufel-Geräte exklusiv online zu erwerben.

Der Autor Fabian Heer
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