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29. September 2001
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Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 (Ende 31. März 2002) deutlich nach unten revidiert. Vor allem die schleppenden US-Umsätze und hohe Restrukturierungskosten würden den Nettogewinn auf knapp 84 Mio. Dollar drücken, teilte Sony am Freitag mit. Noch im Juli war ein Gewinn von 755 Mio. Dollar prognostiziert worden, was einem Minus von 90 Prozent entspricht. Die jetzige Zahl bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 40 Prozent. Auch NEC, der drittgrößte Chiphersteller weltweit, hat eine Gewinnwarnung ausgesprochen und wird voraussichtlich einen Nettoverlust von über einer Mrd. Dollar einfahren.

Noch dramatischer als der Reingewinn dürfte sich bei Sony das operative Ergebnis nach unten entwickeln. War man in der Juli-Prognose noch von einem Ergebnis in der Höhe von 2,1 Mrd. Dollar ausgegangen, wurde diese Zahl nun um mehr als die Hälfte auf eine Mrd. Dollar nach unten revidiert. Für das laufende Geschäftsjahr hat Sony Restrukturierungskosten in der Höhe von 419,5 Mio. Dollar eingeplant. Man werde sich auf Kerngeschäftsfelder fokussieren und sich unter anderem aus 48 Produktkategorien verabschieden. Die Materialkosten werden um 15 Prozent gekürzt.

Ähnlich trist sieht es bei NEC aus. Statt eines Gewinns von 545,4 Mio. Dollar zu schreiben, werde man einen Nettoverlust von 1,3 Mrd. Dollar einfahren. Schuld an dem finanziellen Desaster seien eine Erosion der Chippreise, die sinkende Nachfrage bei PCs und der Niedergang des US-Telekommarktes. Der Terroranschlag vom 11.September habe jede Chance auf eine Erholung der US-Wirtschaft zerstört, hieß es bei NEC. Deshalb will NEC "radikale Strukturrefdormen" durchführen.
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