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Publikationsdatum
25. August 2000
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Eine weit reichende Zusammenarbeit haben Sharp und Pioneer angekündigt. Die beiden Japan-Konzerne wollen Forschung und Entwicklung weitgehend gemeinsam betreiben - und das ergibt eine ideale Kombination, die fast das Zeug zum Schwergewicht der AV-Branche hat.
Beide Firmen sind in ähnlichen Feldern aktiv, ihre Bereiche überschneiden sich jedoch kaum. Einige Beispiele:

1. Bei DVD-Recordern übernimmt Sharp das DVD-RW-System von Pioneer; ein erstes Team wurde schon gebildet mit dem Ziel, diese Geräte für rund 2.000 Mark anbieten zu können. Schon jetzt verkauft Sharp den DVR-1000 von Pioneer.

2. Bei HiFi und Home Theater setzt das Duo auf die Einbit-Technologie von Sharp die nahezu genial das Super-Audio-CD-System ergänzt; das bietet Pioneer in seinem DVD-AX10-Player an. Die Technologie ist viel versprechend, aber Sharp hat gar kein Standing in diesem Sektor - Pioneer schon.

3. Nachdem Sharp mit PALC, also den plasmagesteuerten LCDs (bei Sony Plasmatron genannt), Schiffbruch erlitten hat, kommt Pioneer mit Plasma-Panels (PDP) genau richtig. Als erster Hersteller baut man dort schon 50-Zoll-Displays, die Sharp neuerdings dort einkauft.

4. Bei Projektoren hat Pioneer vor drei Jahren die Spiegel-LCDs vorgestellt (DRI genannt), an denen heute viele Hersteller arbeiten; die Entwicklung wurde aber wieder eingestellt. Statt dessen kann man jetzt auf Sharps reichen Fundus an LCD-Technologien zurückgreifen, vor allem das viel versprechende CGS-Verfahren. Bisher hat Pioneer nur Rückprojektoren mit Röhren im Programm, doch das wird nicht mehr lange Stand der Technik sein.

Im Zwist um Speicherkarten und Kopierschutzsysteme werden beide Firmen eher dem Sony-Pfad folgen. Dafür unterstützt Sony das DVD-RW-Prinzip - beziehungsweise fördert die Konvergenz zwischen -RW und +RW.