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4. April 2001
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Nokia hat mit dem britischen Mobilfunkbetreiber Orange einen UMTS-Deal abgeschlossen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 1,5 Mrd. Euro, teilte Nokia in einer Aussendung mit. Der finnische Mobilfunkausrüster wurde von Orange mit dem Netzaufbau in Großbritannien, Frankreich und Deutschland beauftragt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Ein entsprechender Letter of Intent wurde bereits unterzeichnet.

Nokia wird eigenen Angaben zufolge Lösungen für mobile Kern- und Radio-Netzwerke liefern. In Großbritannien und Frankreich wird das finnische Unternehmen als Lieferant für die Rundfunkzugangs-Netzwerke für UMTS fungieren. Für Deutschland wird Nokia unter anderem die Hauptkomponenten für das UMTS-Netzwerk liefern. Erste Lieferungen, um ein Test-Netz aufzubauen, werden laut Nokia demnächst das Werk verlassen. Für die Einführung der UMTS-Geräte und Multimedia-Services stellt Nokia ein Paket zur Überbrückungsfinanzierung mit einem Volumen von zwei Mrd. Euro zur Verfügung.

Außerdem hat der finnische Mobilfunkkonzern einen Auftrag von der deutschen Mobilcom http://www.mobilcom.de als Netzausrüster erhalten. Damit baut Nokia gemeinsam mit Ericsson die UMTS-Infrastruktur des Büdelsdorfer Telekom-Anbieters auf. Die beiden Konzerne teilen sich das gesamte Auftragsvolumen von rund 1,4 Mrd. Euro für die Investition bis Ende 2003.

Mobilcom-Pressesprecher Stefan Arlt sagte gegenüber pressetext, Nokia erhalte am Auftragsvolumen ein leichtes Übergewicht und werde etwas stärker als Ericsson am Netzaufbau beteiligt. "Wir versprechen uns von der Beteiligung Nokias einen deutlich schnelleren Netz-Rollout und einen verbesserten Zugang zu UMTS-Endgeräten." Beide Lieferanten würden die Finanzierung des Netzaufbaus anteilig übernehmen.
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