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Publikationsdatum
12. November 2000
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IBM (http://www.ibm.com) bringt Computer-Monitore mit einer Bildauflösung vergleichbar mit Farbfotografien auf den Markt. Das Display des neuen 22 Zoll Bildschirms verfügt über neun Millionen Pixel und ist damit 4,5 mal schärfer als ein High-End-Fernsehgerät. (http://www.ibm.com/news/2000/11/10.phtml)

Die hohe Auflösung von 200 dpi erreicht IBM durch den Umstieg auf Aluminium für die Active Matrix-Flüssigkristalle des Displays. Bisher wurden in Bildschirmen vor allem Wolfram oder Molybdän eingesetzt. Die notwendigen Forschungen für diese Technologie wurden bei IBM in den Yorkton Laboratorien und in Yamato in Japan seit 1995 durchgeführt. Nach der Präsentation eines ersten Prototypen 1998 gingen Experten allerdings davon aus, dass noch mindestens zehn Jahre vergehen würden, bis das Display in Massenfertigung gehen könnte.

Als erster Kunde erhält jetzt das Lawrence Livermore Laboratorium des US-Energieministeriums die Bildschirme. Sie werden dort in Kombination mit einem Asci White-Supercomputer (ebenfalls von IBM) zur Untersuchung und 3D-Darstellung von alternden Nuklearwaffen verwendet. Allgemein verfügbar soll der Bildschirm 2001 sein.

IBM geht davon aus, dass die Displays überall dort verwendet werden, wo eine hohe Auflösung benötigt wird wie in der Darstellung von metrologischen und medizinischen Daten oder in der Satellitenkartografie. Das Unternehmen plant die Technologie auch an andere Produzenten zu lizenzieren. Der Preis für ein Display wurde von Big Blue allerdings nicht bekannt gegeben.
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