TESTBERICHT
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Publikationsdatum
9. Dezember 2013
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Im avguide.ch-Test nehmen wir den «kleinen» Philips UHD LCD-TV genauer unter die Lupe und schauen, wo eine UHD-Auflösung wirklich Sinn macht.

Aus der Schachtel ins Wohnzimmer gestellt, sind wir erstmals erstaunlich wenig imponiert von der 165 Zentimeter Diagonalen des Geräts. Gross, aber doch sehr angenehm zurückhaltend wirkt der 65PFL9708S von Philips. Die scheinbare Leichtigkeit verdankt das Gerät seinem geschwungenen Standfuss und seinem modernen Design mit einem dünnen Rahmen. Sehr erfreulich, dass sich das eigentlich sehr grosse Gerät so problemlos in den Wohnraum integriert.

Den LCD einmal eingeschaltet, untermauert das für Philips-TVs typische Ambilight den ersten Eindruck. Die kleinen LEDs, welche hinter dem Rahmen verbaut sind, strahlen dreiseitig Lichteffekte ab und integrieren das Gerät nun voll und ganz in den Wohnraum.

Ausstattung deluxe

Standardmässig sind dem Philips 65PFL9708S sechs passive Polfilterbrillen für den 3D-Betrieb beigelegt. Dank grosser Bildschirmdiagonalen und vielen Brillen wird 3D jetzt auch im Wohnzimmer gruppentauglich.

Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig ist hingegen die Fernbedienung. Die ist nämlich doppelseitig. Während die Vorderseite vor allem für den normalen TV-Konsum gedacht ist, ist auf der Rückseite eine vollwertige Tastatur angebracht.  

Ebenfalls verfügbar ist eine gratis Bedien-App für iOS und Android mit dem Namen «Philips My Remote». Die App findet den TV sofort und lässt praktische alle Funktionen des TVs vom Smartphone steuern. Ausserdem kann das TV-Signal vom Tuner auch direkt auf das Mobiltelefon gestreamt werden. 

Zusätzlich im Lieferumfang befindet sich eine Webcam, welche auf den Rahmen des TV-Geräts gesteckt wird und so den Screen zur Skype-Maschine macht. Während die meisten Marken ihre Webcam direkt in den Rahmen integriert haben, punktet Philips mit der externen Lösung vor allem bei misstrauischen Konsumenten – bleibt die Kamera in der Schachtel, kann darauf von extern ganz sicher nicht zugegriffen werden.

Doppelseitige Fernbedienung: Auf der Rückseite hat die Fernbedienung des Philips PFL659708 eine QWERTY-Tastatur.Doppelseitige Fernbedienung: Auf der Rückseite hat die Fernbedienung des Philips PFL659708 eine QWERTY-Tastatur.
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Doch genug von den äusseren Werten. Jetzt wollen wir UHD sehen. Die Einrichtung des Geräts gestaltet sich sehr einfach, allerdings ist das Menü zum Teil etwas schwerfällig und langsam. Der Tuner für Kabel-, Sat- und terrestrischen Fernseh- und Radioempfang findet dann aber rasch alle verfügbaren Sender und ordnet sie gleich sinnvoll an.

Leider verfügt der Philips-TV nicht über einen Doppeltuner, damit eine Sendung aufgezeichnet und zur selben Zeit eine andere geschaut werden kann. Das wäre für ein Gerät diese Klasse wünschenswert gewesen.

Eine 6-Kern CPU arbeitet im Innern des Gerätes und sorgt für genügend Rechenleistung, um HD- und sogar SD-Signale auf eine 3840 x 2160 Pixel umfassende Auflösung hochzurechnen. Die «Ultra Resolution» genannte Upscaling-Technologie wandelt mittels «Ultra Pixel HD Engine» die Inhalte in ein Bild, das mit UHD-Auflösung angezeigt werden kann.

Das Upscaling funktioniert einwandfrei und in guter Qualität. Das Resultat: Superscharfe und satte Bilder. Vor allem bei HD-Sendern ist die Qualität  verblüffend. Bei SD-Sendern ist das hochgerechnete Bild leider nicht mehr ganz so knackscharf, aber immer noch im guten Bereich.

Ganz brillant wird das Resultat, wenn eine Blu-ray über einen der fünf HDMI-Eingänge eingespielt wird. Bei unserer Testbluray "Fluch der Karibik" wirkt jedes Bild scharf und sehr detailreich. Bei dunkeln Szenen ist allerdings ein leichtes Rauschen ersichtlich, doch in Relation zur Bildgrösse stört dieses den Filmgenuss eigentlich nicht.

Die Helligkeit der wiedergegebenen Bilder ist sehr angenehm und nicht bis zum Anschlag aufgedreht. Bei gleichmässigen Bildinhalten ist zwar eine leichte Streifenbildung festzustellen. Das fällt aber eigentlich nur selten ins Gewicht, denn Philips setzt auf ein ausgeklügeltes System, welches die Bildhelligkeit je nach Bildinhalt anpasst. Zusammen mit dem Lichtsensor, der das Ambilight steuert, ergibt das ein sehr angenehmes Seherlebnis.

Die standardmässige Farbtemperatur ist eher etwas kühl eingestellt, beim blauen Himmel und Meer wirkt sich das zwar positiv aus, doch an Land bekommt der Pirat Jack Sparrow ein minimale bläulich-grüne Färbung. Eine kleine Farbanpassung mittels Menü korrigiert das aber wieder aus. Wer sich nicht an die zahlreichen Parameter im Menü wagt, der kann sich auch an den voreingestellten Video-EQs bedienen, welche das Bild je nach Geschmack noch etwas anpassen. Die Settings umfassen die Modi Lebhaft, Natürlich, Standard, Film, Foto und Energiesparen.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Farben und deren Hellikeit sehr neutral wirken, nicht so sehr intensiv und übersteuert, wie von anderen LCDs gewohnt.

 

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