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5. März 2003
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Die Grundig AG, Nürnberg, und deren Aufsichtsratsvorsitzender Anton Kathrein verhandeln seit dem Wochenende mit einem weiteren potentiellen Investor.

Unter konstruktiver Begleitung der beteiligten Banken und Kreditversicherer werden derzeit intensive Gespräche mit einem der führenden türkischen Unterhaltungselektronikunternehmen, Beko ElektronikAS, Istanbul, mit dem Ziel der mehrheitlichen Übernahme des deutschen Unternehmens geführt.

Als erstes Ergebnis wurde am Dienstag eine Absichtserklärung (Letter of Intent) als Basis für das weitere Vorgehen unterzeichnet.

"Die entscheidenden Verhandlungen mit dem taiwanesischen Unternehmen Sampo gestalteten sich äusserst kompliziert. Es hat sich gezeigt, dass die Vorstellungen über bestimmte Themen und Fristen letztlich doch zu weit auseinander lagen.

Insbesondere die unterschiedliche Auffassung zu wichtigen zeitlichen Abläufen hat Grundig dazu veranlasst, mit Beko Verhandlungen aufzunehmen und somit eine schnelle Lösung zu finden", erklärte Anton Kathrein.

Eine solche Lösung werde ebenfalls eine Klärung der Situation der TV-Fertigung in Wien beinhalten.

Beko ist im übrigen für Grundig kein Unbekannter. So besteht seit November 2001 ein Vertrag zwischen den beiden Unternehmen, auf dessen Grundlage Beko rund 500.000 Farbfernsehgeräte bis zu einer Größe von 55 cm Bildschirmdiagonale pro Jahr für Grundig fertigt.

Ausserdem wurde vor wenigen Wochen ein Vertrag zwischen Grundig und Beko unterzeichnet, in dem Grundig die Abwicklung aller Service- und Garantiefragen des türkischen Unternehmens im europäischen Raum wahrnimmt.

Beko ist an der Börse Istanbul notiert und befindet sich überwiegend im Besitz von Koc, einem der grössten Familienfirmenkonglomerate der Türkei.
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