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Publikationsdatum
29. März 2001
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Die Schweizer Medien haben Mühe, mit den sich schnell ändernden Bedürfnissen von Mediennutzern und Werbeauftraggebern mitzuhalten. Schuld daran sind monopolistische Trägheit, knappe Ressourcen und fehlendes Know-how. Dies sind Ergebnisse einer 26-köpfigen Arbeitsgruppe "Syntegrity Europe", die sich während drei Tagen in St. Gallen an einem Workshop des Management Zentrums http://www.mzsg.ch mit dem Thema "Zukunftsstrategie für die Schweizer Medien" beschäftigten.

Die Medienexperten diagnostizierten insbesondere im Bereich des Multi-Channel-Publishing (Vernetzung von Print-Internet-TV/Radio-SMS-Plakat, usw.) eine grosse Herausforderung. Dazu gehören das Beherrschen der neuen digitalen Technologie, die Einführung neuer, industrieller Arbeitsabläufe in der journalistischen Produktion und Allianzen mit anderen Partnern von innerhalb wie ausserhalb der Medienbranche.

Auch bei der Finanzierung ihrer Aktivitäten sind die traditionellen Medienunternehmen gefordert. Grund sind die Verbreitung von Gratis-Inhalt (Internet, Pendlerzeitungen etc.), eine stärkere Segmentierung des Marktes und das Vordringen neuer, branchenfremder Konkurrenten, vor allem im Online-Bereich.

Insgesamt fordert der Think-Tank, dass sich die Medien klarer als bisher positionieren, z.B. als Informations- , Unterhaltungs-, Service- oder Wirtschafts-Marke. In Zukunft werden folgende Werte für Medien besonders wichtig sein: Geschwindigkeit, Einfachheit, Transparenz, Interaktion, Emotionalität, Engagement, Persönlichkeit, Vielfalt und Innovation.
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