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Publikationsdatum
2. April 2001
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Nürnberg. Der Aufsichtsrat der Grundig AG hat in seiner Sitzung am Donnerstag 29. März die in dem Roland Berger-Grobkonzept dargelegten Vorschläge gebilligt. Demnach bleibt Nürnberg-Langwasser gestrafft als Sitz der Unternehmenszentrale und als Produktionsstandort erhalten, jedoch soll die TV-Fertigung des Unternehmens komplett im Werk Wien konzentriert werden.

In Nürnberg werden künftig Tuner und Kopfstationen gefertigt. Darüber hinaus ist der Formenbau, die Konstruktion und die Kunststoffspritzerei dort angesiedelt. Insgesamt bleiben im Inland künftig rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.750 in Bayern. 250 Mitarbeiter sind in den Vertriebs- und Kundendienstzentren außerhalb Bayerns tätig.

Der Produktionsstandort Bayreuth bleibt mit der Fertigung von Bürokommunikation erhalten, wobei die Zusammenarbeit mit einem geeigneten Partner als Option weiterhin aufrecht erhalten wird. Auch die dort angesiedelte Ausbildungsabteilung bleibt bestehen. Die Produktion von HiFi-Geräten und LNC (Low Noise Converter) in Bayreuth soll eingestellt werden. HiFi Geräte werden voraussichtlich im Grundig Werk Braga in Portugal gefertigt.

Grundig wird zukünftig in eigenverantwortliche Geschäftseinheiten umstrukturiert und von einer schlanken Holding gesteuert. Dabei wird das Unternehmen insgesamt rund 5.000 Mitarbeiter (31.12.2000: 5.900) beschäftigen. Die vorgesehenen Personalanpassungen sollen möglichst sozialverträglich vorgenommen werden und bis 31. Dezember 2001 abgeschlossen sein.

Detaillierte Umsetzungspläne werden nun gemeinsam mit dem Management, den Arbeitnehmervertretern und den Mitarbeitern erarbeitet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand beauftragt, die gebilligten Beschlüsse umzusetzen, wobei Roland Berger den Prozeß begleiten wird.

Die Gespräche mit den Banken werden auf dieser Grundlage kurzfristig fortgesetzt.

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