22. August 2018 | seit 1999
NEWS
ARTIKEL
Autor
Publikationsdatum
25. Mai 2001
Drucken
Teilen mit Twitter
Der britische Musikkonzern EMI Group hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit durchwegs positiven Entwicklungen abschliessen können. Der Vorsteuergewinn stieg um 5,7 Prozent auf 259,5 Mio. Pfund (428 Mio. Euro). Das operative Ergebnis kletterte um 14,4 Prozent auf 332,5 Mio. Pfund (548,3 Mio. Euro). Auch der Umsatz legte mit 12 Prozent kräftig zu und erreichte einen Wert von 2,7 Mrd. Pfund (4,41 Mrd. Mio. Euro). Wie EMI am Dienstag weiter mitteilte, erhöhte sich der Weltmarktanteil der Gruppe um 1,6 Punkte auf 14,1 Prozent.

Der Umsatz im Bereich Recorded Music (Tonträger) wuchs um 12,3 Prozent, der operative Gewinn um 16,6 Prozent. Im Bereich Music Publishing (Verlag) gab es ähnliche Steigerungsraten. Der Umsatz stieg um 10,4 Prozent, der operative Gewinn um 9,9 Prozent. Hauptverantwortlich für die gute Bilanz war vor allem die starke Performance im zweiten Halbjahr 2000.

Einer Fusion mit einer anderen Musikgruppe wurde eine deutliche Absage erteilt. "Als weltgrösster Musikverlag und drittgrösstes Tonträger-Unternehmen haben wir die Ressourcen, um effektiv im globalen Markt mitzumischen. Ich glaube, dass die Aussichten für uns als eigenständiges Unternehmen gut sind", so EMI-Vorsitzender Eric Nicoli. Anfang Mai wurde die geplante Fusion zwischen EMI und der Bertelsmann Gruppe aufgegeben. Die kartellrechtlichen Anforderungen aus Brüssel und Washington für eine Fusion liessen nach übereinstimmender Einschätzung beider Unternehmen einen langwierigen Genehmigungsprozess und hohe Auflagen erwarten.
Wettbewerb