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24. September 2002
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Sharman Networks, Eigentümer der Tauschbörsen-Software KaZaA, hat eine völlig überarbeitete Version des bekannten Programms veröffentlicht. Die neue Version des KaZaA Media Desktop (KMD) bietet dem User zusätzliche Tools wie Websuche und Playlist. Wie das Branchenportal Cnet berichtet, ist es vor allem die Playlist, die für die Musikindustrie ein rotes Tuch darstellt. Mit Hilfe des neuen Tools wird es dem User leicht gemacht, ganze Musikalben in einem Download (und nicht mehr jeden Song einzeln) aus dem Web zu saugen.

Die Playlist ist eigentlich nichts neues. Sharman wandert mit dem neuen Tool in den Fussstapfen von Konkurrent StreamCast und dessen Morpheus-Software. Morpheus hat Anfang des Jahres von der FastTrack- zur Gnutella-Community gewechselt "Wir bieten den Usern bessere Möglichkeiten und mehr Tools als je zuvor", erklärte Sharman-CEO Nikki Hemming. Der Online-Tausch von Daten aller Art soll so noch einfacher über die Bühne gehen. Mit der Playlist können Gruppen von Songs als eine Datei geladen werden, was vor allem die Zeit für die Suche der einzelnen Lieder spart. Der Musikindustrie gefällt das gar nicht. Zurzeit wird Sharman Networks (wie auch StreamCast und Grokster) in Los Angeles von der Musikindustrie geklagt.

Sharman setzt ausserdem auf eine Websuche, die bezahlte Ergebnisse liefert. Unternehmen zahlen an das australische Unternehmen, damit ihre Produkte bei der KaZaA-Suche aufscheinen. Zudem hat Sharman einen Distributionsvertrag mit dem italienischen ISP Tiscali vereinbart.
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