10. Dezember 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
10. Oktober 2005
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Wenn Superstar Anne-Sophie Mutter mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von James Levine Geigen-Hits wie „Zigeunerweisen“ von Pablo De Sarasate oder die „Légende“ von Wieniawski interpretiert, kann eigentlich kaum was schief gehen.

Höchstens der Sound!

Doch die vorliegende Hybrid SACD der Deutschen Grammophon klingt, obwohl sie nicht eine originale DSD-Aufnahme ist, absolut erstklassig. Erstellt wurde die Aufnahme in 44.1 kHz/24 Bit PCM 5.1. Für die SACD verfrachtete man das ganze in das 1-Bit DSD-Tonformat.

Mutters Violine erklingt warm, nicht kratzbürstig und dennoch unglaublich fein gezeichnet. Es fehlen jegliche sogenannt „digitalen Härten“, die man der Streicherwidergabe ab CD so oft anlastet.

Obwohl die Violine ganz klar der Superstar dieser Aufnahme ist, klingt auch das Orchester sehr räumlich und plastisch.

Alles in allem eine der besten – wenn nicht sogar die beste! - Violinen-Aufnahme in Surround Sound, die ich kenne - also meine neue „Geigen-Referenz“.
STECKBRIEF
Albumtitel:
Carmen-Fantasie
Komponist:
Pablo De Sarasate, Wieniawski
Label:
Deutsche Grammophon
Bestellnummer:
00289 477 5721
Tonformat:
5.1
Medium:
SACD
Musikwertung:
10
Klangwertung:
10
Bezugsquellen
Wettbewerb