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MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
5. Dezember 2000
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Diese 1963 in Detroit gemachte Aufnahme kommt mit einer für amerikanische Verhältnisse wohltuend unspektakulären Interpretation daher, das heisst, sie verzichtet auf falsche Effekthascherei als Selbstzweck, für welche diese Rapsodie sonst gerne herhalten muss. Zusammen mit der masstabsetzenden Aufnahmetechnik ergibt sich ein durch und durch authentisches Musikereignis, welches heute so frisch wirkt wie damals bei einer Live-Aufführung. In der limitierten 45-Touren-Auflage kommen die verblüffende Transparenz und Dynamik der Aufnahme erst richtig zur Geltung. Hintergrundrauschen sowie Rillengeräusch sind enorm gering. Auch angesichts der räumlichen Durchhörbarkeit des Orchesters kommt man kaum aus dem Staunen heraus. Die legendäre „Living Presence“ Aufnahmetechnik der Mercury Crew um Wilma Cozart Fine hat hier ganze Arbeit geleistet. Diese beiden Schallplatten (die Rückseite ist jeweils unbespielt) kann man exemplarisch als Beleg dafür nehmen, wie wunderbar positiv sich schöne Musik – exzellent aufgenommen und auf einem wunderbaren Analogtonträger – auf das Gemüt auswirkt. Da geht einem beim Anhören einfach das Herz auf...
STECKBRIEF
Albumtitel:
Rapsodie Espagnole, Escales
Komponist:
Ravel, Ibert
Label:
Mercury
Bestellnummer:
Mercury MC 902264
Tonformat:
45er Reissue
Medium:
Vinyl
Musikwertung:
10
Klangwertung:
10
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb