17. Dezember 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
17. Juli 2000
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Das Klavierkonzert Nr. 20 KV 4666 war lange das meistgespielte Klavierkonzert Mozarts. Sogar Ludwig van Beethoven spielte es und schrieb seine eigenen Kadenzen dazu. Treffend hierzu ist der Text im Booklet: "Das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, da von allen Mozart-Klavierkonzerten dieses vom Charakter her Beethoven am meisten entgegenkommt: ein grüblerisches, leidenschaftliches, ungestümes Stück, das den Weg nicht nur zu Beethoven weist, sondern ganz allgemein zur Sturm-und-Drang-Musik des 19. Jahrhunderts." Das Klavierkonzert Nr. 27 komponierte Mozart 1791 und spielte es am 4. März gleichen Jahres, nur acht Monate vor seinem Tode. Murray Perahia dirigiert das English Chamber Orchestra und übernimmt auch den Klavierpart . Während man musikalisch Höchstnoten verteilen muss, sieht die Sache klanglich nicht so sensationell aus. Die 1979 in den EMI Studios in London gemachte Aufnahme klingt gewiss sehr gut. Während die Streicher bei leiseren Passagen sehr fein und luftig klingen, wirken sie im forte doch etwas grell, ja fast kratzbürstig. Nicht zu tadeln ist der Klang des Flügels. Transparenz und Räumlichkeit dieser nur auf SACD-Playern abspielbaren SACD sind beachtlich. Trotzdem reicht dies alles nicht ganz aus, dem Hörer ein "völlig neues" Hörerlebnis zu bieten. Da erwartet der Audiophile von der SACD doch etwas mehr.
STECKBRIEF
Albumtitel:
Perahia plays and conducts Mozart
Komponist:
Mozart
Bestellnummer:
Sony Classical SS42241
Medium:
SACD
Musikwertung:
10
Klangwertung:
8
Bezugsquellen
Wettbewerb