19. Juni 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
22. Januar 2001
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Vom Zürcher Harfenspieler mit Weltformat (weltweit über zehn Millionen verkaufter Tonträger, 15 Alben, einen Grammy für sein 86er Album «Down To The Moon» usw.) gabs bis jetzt kein abdeckendes «Best of»-Album. Höchstens das 94er Album «Vollenweider & Friends - Live 1982-1994» und «Trilogy» (1990; ein Querschnitt der drei Alben «Behind The Gardens ...», «Caverna Magica», «White Winds» und Ausschnitten aus dem Debüt «Eine Art Suite in XIII Teilen»). Jetzt liegt erstmals eine Übersicht durch das zwanzigjährige Schaffen des Harfenmeisters vor. Als 1981 sein zweites Album «Behind The Gardens, Behind The Wall, Under The Tree» erschien, wurde Vollenweider zum Star. Seine Mischung aus New Age, Rock, Pop, Funk, Jazz und World Music (in den späteren Jahren) durchschlug alle Gesellschaftsschichten. Die perlenden Klänge, erfrischend wie eine Quelle, hatten es vorher in dieser Form noch nie geschafft, beim Mainstream-Publikum auf Gehör zu treffen. Auf «The Essential» kann man nun hervorragend seinen Weg verfolgen und die Weiterentwicklung erfassen. Von «Behind The Gardens ...» bis zum letztjährigen «Cosmopoly» reicht die Palette. Mir persönlich gefallen zwar die alten Aufnahmen besser, da die neueren Stücke in der heutigen World-Music-Überschwemmung nicht mehr sonderlich auffallen, aber ein Dokument ist diese «Best of»-Compilation ohne Zweifel. Einige Stücke wurden zudem von Vollenweider neu gemischt, und mit «Pearls & Tears» ist auch sein preisgekrönter Videofilm darauf enthalten. Sowohl für Fans wie NeueinsteigerInnen ist «The Essential» ein Festschmaus für Ohren und Augen. (bb)
STECKBRIEF
Albumtitel:
The Essential
Label:
Phonag/Colomba Records/Impact Music
Jahr:
2000
Bestellnummer:
Phonag/Colomba Records/Impact Music
Medium:
CD
Musikwertung:
8
Klangwertung:
9
Bezugsquellen