1921 gründete Max Braun seine Firma in Frankfurt am Main und begann mit der Fabrikation von Radioteilen und ab 1929 von kompletten Leistungsverstärkern und Radiogeräten. Das Braun Logo mit dem hochgezogenen und abgerundeten "A" in der Mitte entstand 1934. Im November 1951 verstarb Max Braun. Seine Söhne Artur (26) und Erwin (30) übernahmen die Leitung des Unternehmens.
Der Stil, der seit drei Jahrzehnten erfolgreichen Band mit dem vielversprechenden Namen Spyro Gyra wird von Musik-Kennern mit „Jazz-Rock“ und „Fusion mit lateinamerikanischen Einflüssen“ bezeichnet.
Mag sein, dass meine musikalische Bildung nicht ganz ausreicht, um das nachzuvollziehen.
In meinen Ohren klingt die jüngste Produktion dieser Band nach belangloser Elevator-Music, perfekt und geschliffen heruntergeraspelt.
Allen voran steht das Gründungsmitglied Jay Beckenstein mit seinen polierten Sax-Klängen. Seine Kollegen stehen ihm punkto Können kaum nach. Die Band macht einen geschlossenen Eindruck.
Zugegeben: es gibt ab und zu auch packende Momente, wo die Band echten Dampf ablässt und sie im 5.1 – Space-Sound völlig aufgeht.
Der Sound ist übrigens erste Sahne.
So richtigen Surround Sound, wo es rundherum aus allen Rohren tutet und bläst.
Der Subwoofer ist ebenfalls vollauf beschäftigt und produziert knackige, tiefe Bässe dass es eine wahre Freude für das Zwerchfell ist.
Hier passt diese Aufnahmetechnik vorzüglich zur Musik. Man kann sich um 180 Grad drehen und die Klangbühne bleibt dieselbe.
Doch letztendlich entscheidet der musikalische Gehalt, ob man ein solche Scheibe ein zweites Mal auflegt.
Ebenfalls 1955 wurde der 23 Jahre alte Dieter Rams eingestgellt. Er wurde bald zur zentralen Figur der Braun Designabteilung. Er ergänzte das Design der Radio-und Phonotruhe SK 4, die Hans Gugelot entworfen hatte. Neu bei dem Vorläufer der Kompaktanlage "audio" war die oben liegende Anordnung der Bedienungselemente, die geschlitzte Lautsprecherfront, eine Plexiglashaube sowie das Stahlblechgehäuse, links und rechts von Holzseiten flankiert. Unter dem Spitznamen "Schneewittchensarg" schrieb die SK 4 von 1956 Designgeschichte. Bereits Ende der 50iger wurden Braun Produkte für renommierte Dauerausstellungen ausgewählt, z.B. für das MoMA in New York.
Einstieg in die High Fidelity
Neben dem Design interessierte Braun vermehrt der Hi-Fi-Gedanke. Am 1. März 1962 gründete Braun mit sieben anderen Firmen (u.a. Shure, Dynacord, Elac, Klein + Hummel) und zwei Privatpersonen das Deutsche High-Fidelity-Institut (dhfi). Erste Schritte zu modularen Systemen waren die Radio-Fono-Kombinationen "atelier 1" und "studio 1" mit der für den Klang wichtigen Trennung von Steuergerät und Lautsprecher. Es kamen Schritte in Richtung professioneller Beschallungssysteme hinzu.
Seit Anfang der 1980er Jahre lieferten sich die Hersteller von Unterhaltungselektronik einen harten Verdrängungswettbewerb, dessen Tempo japanische Firmen bestimmten. Ständige Produktmodifikationen erforderten den Einsatz immer grösserer Finanzmittel und verkürzten die Lebenszyklen von Hi-Fi-Bausteinen. Die Eigenfertigung wurde für Braun zusehends unwirtschaftlich - zumal bei den im oberen Preissegment beschränkten Stückzahlen.
Ausstieg aus der UE

Die „Limited Edition“ markiert das Ende des Hi-Fi-Enagements von Braun
Ende der 80iger Jahre lancierte Braun eine letzte "Limited edition". "Am 31. März 1991 wird Braun Hi-Fi Geschichte." Mit dieser Botschaft verkaufte Braun in der Saison 1990/91 die letzten atelier-Anlagen als Sammlerobjekte. Die limitierte Auflage wurde nummeriert und mit entsprechenden Urkunden versehen. Heute konzentriert sich Braun auf vier Kernsegmente: Herrenrasierer, Haarentfernung, Haarpflegegeräte sowie Stabmixer. 90 Jahre nach seiner Gründung ist Braun Teil von P&G, einem grossen Konsumgüterunternehmen.