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Publikationsdatum
14. Januar 2008
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Vom 7. - 10. Januar fand in Las Vegas die 2008 International CES mit über 2700 ausstellenden Firmen statt.

Gezeigt wurden neueste Entwicklungen in der Unterhaltungselektronik mit dem Schwerpunkt „hochauflösendes Bild", um das sich viele Anwendungen wie HDTV, hochauflösende Discs, Raumklang aber auch Heimvernetzung drehen.

Blu-ray hat die Nase vorn

Zahlen des Marktforschungsunternehmens Home Media Research zufolge sollen letztes Jahr in den USA doppelt so viele Filme im Blu-ray Format verkauft worden sein wie in HD DVD.

Das Verhältnis erreichte gemäss GfK in Europa nahezu den Wert von 3:1 zugunsten von Blu-ray. In Japan betrug das Verhältnis gar 14:1.

Die Verkaufszahlen der Wiedergabegeräte sprachen gemäss diesen Angaben noch stärker zugunsten des Blu-ray-Formates.

Warner verzichtet auf HD DVD

Warner Brothers hat bekanntgegeben, dass es hochaufgelöste Filme ab Mai 2008 nur noch im Blu-ray-Format veröffentlichen wird. Die Filme werden weiterhin auch auf DVD erscheinen.

Als Begründung gab Barry Meyer, Chairman & CEO, Warner Bros. an, dass zwei Formate den Konsumenten derart verunsicherten, dass die Möglichkeiten der hochauflösenden Disc verspielt werden könnten. Blu-ray erhielt den Vorzug, weil sie gemäss Warner stärker nachgefragt wurde als HD DVD.

Link zu Warner Brothers

Neue beschreibbare Blue-ray Medien

Verbatim hat neu beschreibbare Blu-ray Medien vorgestellt, die in der ersten Hälfte dieses Jahres ausgeliefert werden sollen.

Die neuen Produkte umfassen unter anderen eine 4-fach BD-R, eine einseitige, doppelschichtige (DL) BD-R und Mini BD-R/RW.

Die 4x BD-R mit einer Kapazität von 25 GB kann in ca. 23 Minuten beschrieben werden. Damit eignet sie sich auch für das Backup grösserer Datenmengen.

Die 2x BD-R DL erlaubt mit einer Speicherkapazität von rund 50 GB die Speicherung von rund vier Stunden hochaufgelöstem Video. Ihre Markteinführung ist für das zweite Quartal geplant, während die 4x BD-R DL ebenfalls noch dieses Jahr im Markt eingeführt werden soll.

Die Mini BD-R/RW mit einer Kapazität von 7,5 GB erlauben die Aufzeichnung von einer Stunde Video im 1920 x 1080i-Format mit entsprechenden BD-Camcordern.

Link zu Verbatim

Blu-ray-Player mit Internet-Zugang

Panasonic hat seinen neuen Blu-ray Player DMP-BD50 vorgestellt. Er gibt Bilder bis zu 1080p wieder, verfügt über das verlustfreie Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio sowie Bild-im-Bild Funktionen. Neu ist die BD-Live Funktion, mit der es möglich ist, übers Internet weitere Optionen der Disc zugänglich zu machen.

So sollen dereinst übers Internet zusätzliche Untertitel oder Bilder angeboten werden, interaktive Spiele mit mehreren Spielern realisierbar sein, die mit dem Bonus-Material der Blu-ray Disc verknüpft sind.

Interessant ist auch der SD-Karten-Leser, über den nicht nur JPEG-Bilder in der vollen Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wiedergegeben werden können, sondern auch HD-Videos im AVCHD-Format.

Über BD-Live verfügt auch der von Sharp vorgestellte Player Aquos BD-HP50U. Seine Bilder gibt er mit 1920 x 1080 Pixeln (auch 24 Bilder pro Skunde) über eine HDMI 1.3-Schnittstelle aus.

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Digital Life Innovation

Das Hauptthema bei Toshiba ist „Digital Life Innovation", d.h. die neuen Produkte, Dienstleistungen und Lifestyles, die die digitale Technik ermöglichen.

Beispiele sind die neuen AV Notebooks "Qosmio", Fernsehgeräte mit leistungsfähigen Mikroprozessoren für die Wandlung von Standard-Bildsignalen in hochauflösende Formate in Echtzeit, mobile Speicherlösungen in den Bereichen Festplatten (HDD), Solid State Drives (SSD) und SD-Karten.

Toshibas erster Solid State Drive bietet eine Speicherfähigkeit von 128 GB bei einem Formfaktor von 1,8 Zoll.

Toshibas Präsentation umfasst auch verschiedene HD-DVD-Produkte, darunter HD-DVD-Player und Drives. Mit der Betonung der „Digital Life Innovation" will Toshiba, so das Unternehmen, nach vorn schauen.

Link zu Toshiba

HDTV kabellos

Westinghouse Digital und Puls-Link haben gemeinsam einen ersten kabellosen HDTV-Bildschirm vorgestellt, der seine Signale über einen kabllosen HDMI-Anschluss erhält.

Die Bilddaten werden mit JPEG2000 codiert, demselben Verfahren, das auch im digitalen Kino genutzt wird.

Der eingesetzte CWave UWB Chipsatz von Puls-Link überträgt brutto 1,5 Gbit/s, was eine Nutzrate von 890 Mbit/s ergibt. Die Markteinführung für Business-Kunden ist auf Mitte Jahr geplant.

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Eine Zusammenarbeit für die kabellose Übertragung hochauflösender AV-Signale (HDAV) haben Fujitsu and Sigma Designs bekannt gegeben.

Das vorgestellte Design arbeitet mit Ultra-WideBand (UWB) basierend auf dem WiMedia-Standard und nutzt den H 264 Codec von Fujitsu. Signale sollen bis auf eine Distanz von 10 Metern übertragen werden können.

Link zu Sigma Deigns

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Höhere Bildwiederholrate

Texas Instruments zeigte die neuesten Entwicklungen in der DLP-Technologie. Dank leuchtkräftiger LEDs sind HDTV-Bildschirme realisierbar, die die Leuchtkraft der LCD-Geräte übertreffen.

Mit einer Verdoppelung der Bildfrequenz von 120 Hz auf 240 Hz soll die DLP-Technik schnelle Bewegungen noch fliessender wiedergeben.

Link zu DLP

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Raumklang

Der Raumklang entwickelt sich zur breit akzeptierten Anwendung mit Soundsimulationen, die einfache Umsetzungen erlauben und mit anspruchsvollen Anwendungen im Rahmen von HDTV und den hochauflösenden Discs (Dolby TrueHD und DTS-HD Master).

DTS demonstrierte DTS Surround Sensation, eine den Raumklang simulierende Wiedergabetechnik, die es auch für Kopfhörer und PC-Software-Produkte gibt. Die Technik kommt ohne Subwoofer für die tieffrequenten Effekte aus, indem sie die Harmonischen des tieffrequenten Signals verstärkt.


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Dolby zeigte die Dolby Volume Audio-Technologie, die das Problem unterschiedlicher Lautstärken bei Fernsehübertragungen und der Heimkinowiedergabe lösen soll.

Ihren ersten Auftritt unter der Marke Dolby hatte as aacPlus, das Dolby kürzlich durch die Übernahme von Coding Technologies erworben hat.

Ebenso von Dolby stammt die High Dynamic Range (HDR) Bild-Technologie. Sie verbessert nicht nur die Dynamik der Bildwiedergabe, sondern erhöht auch den Kontrast und die Helligkeit. Sie lässt sich bei LCD-Fernsehern einsetzen, die mit Hintergrundlicht arbeiten.

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Heimvernetzung mit hoher Bandbreite

Netzwerkspezialist Netgear präsentierte auf der CES seine Wireless-N Produktfamilie sowie intelligente Netzwerkspeicherlösungen für Endkunden.

Die neue Generation von Netgears Wireless-N Geräten, basierend auf den 2.0 Spezifikationen von 802.11n, nutzen ein Array mehrerer Antennen. Diese Technologie ermöglicht ein Höchstmass an Qualität, Zuverlässigkeit, Reichweite, Datendurchsatz und optimaler Signalwirkung über das gesamte 802.11 Spektrum.

Ebenfalls neu zu sehen sein ist der Wireless-N MoCA Router (WNMR834), der auf den MoCA 1.1 Spezifikationen basiert, um Anwendern eine parallele Nutzung der Wireless-N Netzwerkinfrastruktur sowie der bestehenden koaxialen TV-Ausgänge zu ermöglichen.

High Definition Video und Multimedia-Inhalte können so mit einer Datenrate von 270 MBit/s an HD-Fernseher, digitale und Internet Settop-Boxen, Computer und andere Netzwerk-Geräte verteilt werden.

Schnell und einfach Videos herstellen

Pinnacle Systems präsentierte auf der CES VideoSpin. Damit können Anwender Videos in Minutenschnelle einfach herstellen. VideoSpin ist für alle Videofilmer gedacht, die nicht viel Zeit mit der Herstellung von Filmen verbringen wollen.

Videoenthusiasten mit unterschiedlichen Erfahrungen können von der Bearbeitung mit VideoSpin profitieren - nicht nur Fans von gemeinsam genutzten Online Video-Websites, sondern auch die Millionen von Menschen, bei denen sich Videos und Fotos auf dem PC anhäufen.

Pinnacle Systems bietet VideoSpin als gesamtes Paket in Vollversion kostenlos an.

Das fertige Video kann in den Videoformaten AVI, MPEG, RealVideo oder Windows Media zum Ansehen oder Teilen auf einem PC oder einem tragbaren Mediengerät ausgegeben werden. Videos können auch an E-Mails angehängt oder direkt auf beliebte Websites wie YouTube oder Yahoo! Video hochgeladen werden.

VideoSpin steht ab Ende Januar kostenlos unter http://www.videospin.com/de/ zum Download zur Verfügung und ist für die Systeme Windows XP mit SP2 oder Vista geeignet.

Digitale Freiheit

Nero verspricht mit der Multimedia Suite Nero 8 Ultra Edition die digitale Freiheit. Nutzer können damit ihren (HD-) Content verwalten, übertragen, bearbeiten und verteilen.

Es verfügt über praktische Features wie SecurDisc für den Schutz der Daten, die Fähigkeit, sowohl Blu-ray als auch HD DVD zu brennen und eine einfache Projektverwaltung.

Nero 8 erlaubt auch die Integration in einen RSS newsfeed und die Verbreitung der eigenen Videos auf Online Communities wie YouTube oder MySpace.

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Auch Corel hat eine ganze Reihe von Produkten vorgestellt, die mit Videos und DVDs auch in ihren hochaufgelösten Formaten umgehen können. So unterstützt WinDVD 8 Platinum nicht nur Blu-ray und HD-DVD, sondern auch das AVCHD-Format hochauflösender Camcorder.

Die MovieFactory 6 Plus von Ulead erlaubt die Erstellung und das Brennen sowohl der DVD wie der beiden hochauflösenden Formate, während VideoStudio 11 Plus aus dem gleichen Haus auch AVCHD-Videos bearbeitet.

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E-Papier

LG Philips LCD zeigte einen flexiblen 14,3 Zoll Farb-LCD mit einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten und 16,7 Millionen Farben.

Dieses elektronische Papier in nahezu A4-Grösse ist weniger als 300 Mikrometer dick (3/10 Millimeter) und verbraucht wenig Energie, da es diese nur beim Bildwechsel benötigt.

Flexibel wird das Display dank des Einsatzes von Metall- und Kunststofffolien anstelle von Glas. Eine Mono-Version in B5-Grösse will das Unternehmen noch dieses Jahr auf den Markt bringen.

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