24. Juni 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
25. April 2005
Drucken
Teilen mit Twitter
Die junge Pfarrerin Anna arbeitet ohne Berufserfahrung als Stellvertreterin in einem Frauengefägnis.

In einem Umfeld von Drogenhandel und ausgeprägten Hierarchien ist es für sie schwierig, die Sympathie der Frauen zu gewinnen.

Als sie überraschend schwanger wird, scheint zumindest ihr privates Glück perfekt. Sie selbst und ihr Mann hatten die Hoffnung auf ein eigenes Kind fast aufgegeben.

Doch dann erfährt das Paar bei einer vorgeburtlichen Untersuchung, dass das Kind möglicherweise nicht gesund zur Welt kommt.

Sie müssen sich nun für oder gegen eine Abtreibung entscheiden.

In ihrer Ungewissheit wendet sich Anna an die Gefägnisinsassin Kate, der magische Kräfte zugeschrieben werden.

Dieser Dogma-Film besticht durch Unmittelbarkeit und Nähe zu den Personen. Wacklige Handkamera und teils falscher Weissabgleich verleihen ihm einen dokumentarischen Touch.

Die Gefängnissituation ist mit seiner Härte und emotionalen Intensität aufwühlend wiedergegeben.

Packen ist der Film auch dank der besonderen schauspielerischen Leistungen nicht nur der beiden Hauptdarstellerinnen.

Ein sehenswerter Film, jedoch nichts für den gemütlichen Heimkinoabend.
STECKBRIEF
Filmtitel:
In deinen Händen
Orginaltitel:
In Your Hands
Herkunft:
Dänemark
Label:
Eurovideo
Jahr:
2004
Regie:
Annetee K. Olesen
Darsteller:
Ann Eleonora Jorgensen, Trine Dyrholm, Henrik Prip, Mette Munk Plum, Benedikte Hansen, Sarah Boberg, Jens Albinus
Code:
2
Sprache:
deutsch, dänisch
Genre:
Drama
Untertitel:
deutsch
Ausstattung:
-
Bildformat:
4:3
Tonformat:
Dolby Digital 2.0
Bildwertung:
6
Tonwertung:
6
Preis:
27.8
Bezugsquellen
Wettbewerb