21. Juni 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
10. Januar 2005
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Ein Mädchen zur Zeit der Taliban- Herrschaft in Afghanistan muss sich als Junge verkleiden, um Geld verdienen zu können.

Der Vater ist tot. Die Mutter und die Grossmutter dürfen nicht arbeiten, weil sie Frauen sind.

Auch das Mädchen kann nur arbeiten, weil sie sich als Knabe Osama ausgibt.

Doch als Knabe muss sie die Koranschule und die Militärausbildung der Taliban besuchen. Ihr Versteckspiel ist stets in Gefahr, aufzufliegen.

Der erste afghanische Spielfilm nach dem Ende des Taliban-Regimes (und der 43. afghanische Spielfilm überhaupt) zeigt ergreifend die Unterdrückung insbesondere der Frauen, die Schrecken des Krieges und die Lähmung, die die Gewaltherrschaft hervorruft.

Dabei ist es dem Regisseur Siddiq Barmak gelungen, nicht ein individuelles tragisches Schicksal zu zeigen, sondern das Leiden eines ganzen Volkes.


Barmak arbeitet in diesem Film ausschliesslich mit Laiendarstellerinnen und -darstellern. Sie alle sind auf ihre Art vom 23-jährigen Krieg gezeichnet.

Ein aufwühlender Film gegen die Grausamkeiten des Krieges, der mit mehreren Preisen - unter anderem in Cannes - ausgezeichnet wurde.
STECKBRIEF
Filmtitel:
Osama
Herkunft:
Afghanistan
Label:
Frenetic
Jahr:
2002
Regie:
Siddiq Barmak
Darsteller:
Marina Golbahari, Arif Herati, Zubaida Sahar
Code:
2
Sprache:
afghanisch, deutsch, italienisch, französisch
Genre:
Drama
Untertitel:
deutsch, italienisch, französisch, holländisch
Ausstattung:
Trailer, Interview mit dem Regisseur, Portrait der Hauptdarstellerin
Bildformat:
16:9
Tonformat:
Dolby Digital 1.0
Bildwertung:
8
Tonwertung:
6
Preis:
35.9
Bezugsquellen
Wettbewerb