22. Juni 2018 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
21. Juni 2004
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Tom Ripley, passionierter Krimineller mit Sinn für stilvolle Auftritte, soll für einen alten Geschäftspartner aus Berlin, der nun in Schwierigkeiten mit der Russenmafia steckt, einen Mord begehen.

Von der Simplizität des Falles angeödet, beschliesst Ripley, den Auftrag dem jungen Bilderrahmer Jonathan zu übertragen, der ihn eben erst auf einer Party beleidigte.

Der an Leukämie tödlich erkrankte Jonathan kann die ausgesetzte Prämie von 100'000 Dollar für die Familie gut gebrauchen. Er nimmt den Auftrag an, ohne zu wissen, dass das erst der Anfang ist.

Der Einstieg in die Mordserie ist undurchschaubar, vor allem Ripley's Motive liegen völlig im Dunkeln. Es wird auch bis zum Schluss nicht klar, was für ein Spiel er spielt. Genauer gesagt: Er spielt gar kein Spiel, und damit hängt die Geschichte völlig in der Luft.

Doch der Film ist gut inszeniert, mit viel Spannung bis zum Schluss. Einmal kommt gar an die Marx Brothers erinnernde Komik auf, wenn sich auf der Zugstoilette die Leichen zu türmen beginnen. Selbst der griessgrämige John Malkovich zeigt gelegentlich, dass er mehr als nur eine Grimasse beherrscht.

Anspruchsloser Thriller zwischen dem ländlichen Italien und Berlin mit schönen Bildern und genügend Spannung.

STECKBRIEF
Filmtitel:
Ripley's Game
Herkunft:
USA
Label:
Warner
Jahr:
2004
Regie:
Liliana Cavani
Darsteller:
John Malkovich, Dougray Scott, Ray Winstone, Lena Headey, Hanns Zischler, Paolo Paoloni u.a.
Code:
2
Sprache:
deutsch, englisch
Genre:
Thriller
Untertitel:
deutsch, englisch, deutsch für Hörgeschädigte
Ausstattung:
Trailer
Bildformat:
1,85:1 - 16:9
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Bildwertung:
8
Tonwertung:
8
Preis:
32.8
Bezugsquellen
Wettbewerb