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Publikationsdatum
3. Februar 2016
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Elektronische Sucher, wie sie in spiegellosen Systemkameras zu finden sind, gelten im Vergleich zur optischen Variante in vielen Belangen als überlegen. So lassen sich auf ihnen zum Beispiel die Belichtung und der Weissabgleich schon vor dem Auslösen überprüfen. Ausserdem können beliebige Bildausschnitte vergrössert dargestellt werden. Dennoch gibt es Aufnahmesituationen, etwa während einer Reportage, in denen Fotografen die natürliche Darstellungsweise eines optischen Suchers bevorzugen. Denn nur dieser bietet eine Sicht der Dinge wie mit dem blossen Auge. Die X-Pro2 von Fujifilm verbindet als weltweit einzige Systemkamera mit einem hybriden Sucher die Vorteile beider Suchertypen miteinander. Er lässt sich vom optischen Sucherbild auf eine elektronische Darstellung umschalten. Der elektronische Sucher basiert auf einem mit 2,36 Millionen Bildpunkten auflösendem LC-Display. Die Wiederholungsrate von 54 Bildern pro Sekunde des Vorgängermodells wurde auf ein Maximum von 85 Bildern pro Sekunde verbessert. Auch beim Verfolgen von sich schnell bewegenden Motiven soll keine störende Verzögerung des Sucherbildes mehr wahrnehmbar sein. Das beim Auslösen auftretende Schwarzbild ist mit einer Dauer von 150 Millisekunden sehr kurz. Der elektronische Sucher verspricht damit ein Aufnahmeerlebnis, das mit dem eines optischen Suchers vergleichbar ist.

Die Kamera ist mit einem 24,3 Megapixel CMOS-Sensor ausgestattet, der eine besondere Farbfilterstruktur besitzt, die Moirés und Farbfehler ohne optischen Tiefpassfilter minimiert. Durch den Verzicht auf den Tiefpassfilter lässt sich die hohe Auflösungsleistung der Fujinon-Objektive voll ausreizen. In Kombination mit dem Sensor sorgt der neue Prozessor für eine schnelle automatische Fokussierung und geringeres Bildrauschen. Der sogenannte „X Prozessor Pro“ verringert zudem die Einschaltzeit auf noch 0,4 Sekunden. Im Wieteren bietet die Kamera eine praktisch nicht wahrnehmbare Auslösezeit von 0,05 Sekunden und ein Aufnahmeintervall von lediglich 0,25 Sekunden. Der Autofokus stellt in nur 0,06 Sekunden auf das Motiv scharf.

Die X-Pro2 ist die erste Kamera der X-Serie mit einem zweifachen SD-Karten-Slot. Damit muss bei sehr umfangreichen Bildserien die Speicherkarte seltener gewechselt werden. Das Kameragehäuse besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung und ist an 61 Stellen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub abgedichtet. Die Kamera funktioniert bis zu minus 10° C. Sie wird für 1800 Euro angeboten.

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