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9. Oktober 2003
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Philips hat eine Produktionsstätte zur Fertigung von Komponenten für die zukünftige Bildschirmtechnologie LCOS (Liquid Crystal on Silicon) in Böblingen in Betrieb genommen.

Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 20 Millionen Euro. In Zukunft werden am Standort in Böblingen die ersten industrieweit verfügbaren hochauflösenden Panels für das Fernsehen der nächsten Generation in Grossserie hergestellt.

Die Technologie nutzt das Prinzip der Rückprojektion und bietet eine extrem hohe, flimmerfreie Bildauflösung.

Projektions-TV-Geräte mit grossen Bilddiagonalen können dank LCOS flacher, leichter und kostengünstiger werden. Philips erwartet, dass die Nachfrage nach der LCOS-Technologie in den nächsten Jahren stark ansteigen wird.

Die Bildauflösung von 1280 x 768 Bildpunkten entspricht ca. einer Million Pixel und ermöglicht den Einbau in Endgeräte für hochauflösendes Fernsehen (HDTV).

Darüber hinaus wird die Lesbarkeit von Texten deutlich erhöht. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für neue Dienste wie beispielsweise Internet-TV. Eine digitale Schnittstelle ermöglicht zudem eine Systemintegration auf hohem Niveau.

Die Halbleiterfertigung in Böblingen gehört zur weltweit tätigen Produkt-Division Semiconductors. Die neue Entwicklungs- und Fertigungsstätte wird in einem Reinstraum vergleichbar der Halbleiterindustrie aufgebaut.

An dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Entwicklungsprojekt waren Philips Semiconductors, Philips LCOS Micro Displays, die Philips Forschung sowie externe Forschungsinstitute beteiligt.

Die neue Fertigungsstätte für LCOS-Panels nutzt die Infrastruktur und Verbundproduktion der bestehenden Chipfabrik in Böblingen für einen schnellen Hochlauf mit Qualitäts- und Kostenvorteilen.
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