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Publikationsdatum
27. Februar 2001
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Die Musik-Tauschbörse Napster http://www.napster.com hat eine neuerliche Anhörung vor dem Gericht zweiter Instanz in San Francicso beantragt. Der Antrag kommt nachdem ein Gremium von drei Richtern den Fall an die erste Instanz zurückgereicht und Napster aufgefordert hat, seinen Dienst zu regulieren. Jetzt müssen alle 25 Richter des Appellationsgerichtes entscheiden, ob der Fall nochmals vor einer elfköpfigen Jury verhandelt wird.

Die Napster-Anwälte berufen sich auf die Safe-Harbor-Regelung des Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Darin wird festgelegt, dass ISPs nicht für den Inhalt verantwortlich sind, der von den Benutzern des Dienstes eingespeist wird. Gleichzeitig argumentieren sie, dass die Börse ein Mittel für den privaten Austausch von Musik ist, vergleichbar mit dem Austausch von privaten Musik- oder Videobändern.

Die Anhörung ist die letzte Möglichkeit für Napster in dieser Instanz, den Fall zu einem positiven Abschluss zu bringen. Danach steht der Tauschbörse nur noch der Gang zum Obersten Gerichtshof der USA offen.