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24. März 2002
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StreamCast Networks, der Betreiber der Online-Tauschbörse MusikCity, ruft unabhängige Musiker auf, ihre Songs mit der neuen Morpheus-Technologie zu vertreiben. Um diesem Ziel einer unabhängigen Vertriebsplattform für Künstler näher zu kommen, hat das Unternehmen der Software ein "Managementsystem für digitale Rechte" bzw. eine Kopierschutz-Technologie beigefügt, berichtet das Portal Cnet.

StreamCast-CEO Steve Griffin sprach von einer Geschäftsentscheidung. MusicCity könne als Vertriebsnetzwerk für Independentkünstler neue Möglichkeiten schaffen. Damit folgt Griffin den Spuren von Napster. Als die Mutter aller Tauschbörsen im Internet unter Beschuss der Musikindustrie kam, warb Napster in einer Kampagne ebenfalls um die Gunst unabhängiger Künstler. Einige Musiker gaben dem Musikportal auch die Erlaubnis ihre Werke anzubieten. Im Napster-Prozess ist die Argumentation, ein im Grunde legales digitales Vertriebsnetzwerk zu sein, eine wichtige Verteidigungsstrategie. Auch StreamCast steht seit Anfang März in Los Angeles vor Gericht.

Der neue Promotionplan soll ab 1. April 2002 gelten. Gleichzeitig will StreamCast an diesem Tag die lange erwartete neue Version der Gnutella-basierten Morpheus-Software präsentieren. Die zurzeit erhältliche Preview Edition ist lediglich eine Testversion, die – wie das Unternehmen selbst zugibt – zu früh und in Eile herausgebracht wurde.