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Publikationsdatum
26. Mai 2009
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Im Wettbewerb der TV-Übertragungswege wird Fernsehen über das Internetprotokoll (IPTV) eine wachsende Rolle spielen. Wie eine aktuelle Studie "IPTV 2014" der Berliner Strategieberatung Goldmedia heigt, hängt das Marktwachstum für IPTV ganz wesentlich von der ökonomischen Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle ab.

IPTV-Plattformen werden heute vor allem durch die grossen nationalen Breitband-Anbieter wie Deutsche Telekom, Swisscom oder Telekom Austria betrieben. Der eigenständige Aufbau und Betrieb einer IPTV-Plattform kann sich nach Goldmedia-Analysen ab rund 2,5 Millionen Breitband-Kunden rechnen.

Entscheidendes Erfolgskriterium für IPTV ist ein Höchstmass an Qualität. Technische Kinderkrankheiten und Probleme bei der Bedienbarkeit können ganz schnell das Gegenteil bewirken und zu einer verstärkten Kundenabwanderung führen. Ohne Kundenwachstum und Neukundengewinn bleibt IPTV auch bei den grossen Telekommunikationsunternehmen ein Zuschussgeschäft.

Für kleinere Unternehmen kann sich IPTV jedoch ebenfalls lohnen, wenn man bestehende Angebote weitervermarktet. Dieses sogenannte Resellingmodell ist bereits ab etwa 250'000 Breitband-Kunden umsetzbar. Derartige Angebote sind jedoch in der Region D-A-CH bisher kaum verbreitet. Lediglich in der Schweiz gibt es entsprechende Beispiele. Möglich sind sie hier durch kompatiblere Urheberrechtsbestimmungen.

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