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Publikationsdatum
28. Januar 2001
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Die EU-Kommission unter der Leitung von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti vermutet unerlaubte Preisabsprachen zwischen den grossen Musikkonzernen. Diese Frage sei bei der gescheiterten Untersuchung der EMI/Time Warner aufgetaucht, hiess es am gestrigen Freitag in Brüssel. Da CD-Neuerscheinungen in Europa um etwa zwei Euro teurer als in den USA sind, will die EU-Kommission gegen BMG, Universal, EMI, Warner, Sony und Händler ermitteln und untersuchen, ob sich die Unternehmen für einheitliche Preise auf dem europäischen Markt abgesprochen haben.

Im Fall eines festgestellten illegalen Preiskartells kann die EU-Kommission gegen die betroffenen Unternehmen Strafen in der Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Die Kommission plane, sich an der Untersuchung der US-Kartellbehörde FTC zu orientieren, die den Unternehmen vorgeworfen hatte, CDs zu überhöhten Preisen angeboten zu haben.