23. April 2017 | seit 1999
MUSIKREZENSION
Seite 1 / 3
ARTIKEL
Publikationsdatum
15. Februar 2014
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Wie aus dem Nichts und mit geradezu sphärischem Klangtimbre erscheinen die Streicher des BBC Sinfonieorchesters und werden sanft von Holzbläsern wie Klarinetten, Oboen, Flöten abgelöst. Dann wiederum übernehmen die Streicher mit einem Pizzicato, das meinen Piega Coax-Bändchen das Letzte in Sachen Feinzeichnung abfordern.

Der Wiederhall an den Wänden des grossen Konzertsaales des nun folgenden Waldhornsolos, ermöglichen dem Gehör eine eindeutige Positionierung des klar im Hintergrund sitzenden Musikers. Die Tiefenstaffelung der Klangbühne, auch ohne Surround und 7.1,  ist schlicht umwerfend. Der Klang ist völlig von den Boxen gelöst und steht dreidimensional und in scheinbar voller Grösse bei mir im relativ kleinen Abhörraum.

Und nach diesen einleitenden Passagen, kommt der grosse Moment, wo der Frosch ins Wasser rennt - sorry, wo der eigentliche Solist, Jean-Guihen Queyras, die Bühne betritt und mit seinen Kantilenen – sprich dem eigentlichen Thema dieser Variationen - die Führung des musikalischen Geschehens mit einem Cello-Klang der Superlative übernimmt.

Die Rede ist hier von einer als Hi-Res-Download erhältlichen Harmonia Mundi–Aufnahme, die 2012 in den BBC Maida Vale Studios in London getätigt wurde. Diese Aufnahme ist das Resultat einer Zusammenarbeit von Harmonia Mundi, dem BBC Radio 3 und dem BBC Sinfonieorchester.

Das Album umfasst Werke von Elgar (Cello Concerto, Op. 85), Tschaikovsky (Rokoko Variationen Op. 33), Dvorak (Rondo Op.94) und Klid (Silent Woods Op. 68/5). Der Cellist Jean-Guihen Queyras wird vom BBC Symphony Orchester unter der Leitung von Jiri Belohlavek begleitet.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
Wettbewerb