26. Mai 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
25. Dezember 2000
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Belcafé ist der Name eines Cafés an einem der belebtesten Plätze in Zürich, dem Bellevue. Weniger hektisch gehts in der Musik des gleichnamigen Zürcher Vierers zu, der seit knapp elf Monaten zusammen ist. Entspannende Popmusik ist ihre Domäne. Sängerin und Keyboarderin Sly, Gitarrist Rikki Dunmore, Schlagzeuger Nick Thomas und Bassist Peter Sturzenegger haben die Musik gewiss nicht neu erfunden, aber die 6-Song-Demo-CD «It's A Crazy Place» (eine Reminiszenz ans Bellevue?) liefert solide Unterhaltung. Beim ersten Hören noch nicht besonders auffällig, entfalten die Stücke nach und nach ihr Format. Sly singt, als ob sie Chrissie Hyndes jüngere, sanftere Schwester wäre, und ist klar Mittelpunkt, die Band sorgt derweil für den ausreichenden Boden. Der ist mal rockig, dann wieder funkig oder balladesk. Ohrwürmer sind vorhanden (das Titelstück oder «Miracle», das beste Stück der CD), die restlichen sind nahe dran. Noch etwas zurückhaltend, dafür sehr homogen und leicht melancholisch und verträumt, mit leicht verzerrten, psychedelischen Gitarren. Dadurch rücken sie in die Nähe zum Alternative-Dreampop à la The Sundays oder den kanadischen Taste Of Joy.
(Demo-CD!)
STECKBRIEF
Albumtitel:
It's A Crazy Place
Label:
Demo CD
Jahr:
2000
Bestellnummer:
Demo CD
Medium:
CD
Musikwertung:
7
Klangwertung:
3