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Testbericht · Nubert · Aktivlautsprecher

Universaltalent

Test Nubert nuPro 500

Von Thomas Flammer · · Seite 2 von 2

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Beim SP-500 handelt es sich wie beim Regalmodell um ein Master-Client-Konzept, was bedeutet, dass die Verstärkereinheit im Master untergebracht ist und der Client via 4-poliges Lautsprecherkabel verbunden wird. Dieses wird mitgeliefert und ist dank der verpolungssicheren Stecker schnell und einfach eingesteckt. Ansonsten braucht es für den Master nur noch Strom, dann kann es theoretisch schon losgehen.

Dank der neusten Variante von Bluetooth kann via Smartphone drahtlos Musik in bester Qualität zugespielt werden. Es können selbstredend auch Quellen nach herkömmlicher Manier angeschlossen werden – sowohl analog als auch digital. Erwähnenswert ist die HDMI-Buchse. Diese hat wohl bei Standlautsprechern eher Seltenheitswert. Doch praktisch ist sie, denn so lässt sich ganz einfach der Ton vom Fernseher via eARC abnehmen.

Das Anschlussfeld der «Master» mit vierpoligem textilem Verbindungskabel zum «Client» sowie HDMI mit eARC.Das Anschlussfeld der «Master» mit vierpoligem textilem Verbindungskabel zum «Client» sowie HDMI mit eARC.

Ton ab

Ein wenig gespannt waren wir schon, inwieweit sich die SP-500 von seiner kleinen Schwester SP-200 absetzen würde. Schnell wurde klar, dass dies von der jeweiligen Disziplin abhängen würde. Bezüglich Bassfundament, was wohl eines der Hauptargumente für die grössere Variante sein dürfte, kann sich die Standbox klar von der Regalausführung absetzen. Während die Präzision vergleichbar ist, kommt bei der SP-500 einiges mehr an Druck und vor allem Tiefgang. So macht es durchaus Spass, einen Elektosound wie «Rain» (Breakage/David Rodigan), der Bass bis in tiefste Regionen schiebt, auch als körperliches Erlebnis zu geniessen.

Allerdings gibt es hier ausnahmsweise eine kleine Kritik. Es sind vom Sitzplatz aus deutliche Strömungsgeräusche wahrnehmbar, wenn der Pegel sehr hoch ist. Doch abgesehen davon macht es Spass, mit der grossen nuPro Musik zu hören. Sie zeigt einen abgerundeten Charakter mit sanften, aber feinen Höhen und einer soliden Räumlichkeit. Hier sind nur kleine Unterschiede zum Regalmodell auszumachen. Dies gilt ebenso für die Stimmenwiedergabe und auch für die Darstellung von klassischen Orchestern.

Einzig bei hohen Lautstärken kann sich die SP-500 wieder etwas absetzen, sie behält länger den Durchblick. Wer sich übrigens im Hochtonbereich etwas mehr Brillanz wünscht – kein Problem. Dann braucht man bloss den Höhenregler um 2 dB oder mehr anzuheben. Mit dem Bassregler lässt sich die Bassmenge der gewählten Aufstellung bzw. dem eigenen Geschmack anpassen. Auch die drei Sound-Programme können vor allem bei der Wiedergabe des TV-Tons hilfreich sein. Zwei Programme bieten mehr Raumweite, eines davon fokussiert mehr auf die Dialoge. Diese Raumsituationen funktionieren je nach Aufnahme mal besser, mal weniger gut.

Kondensator und Spule übernehmen das Aufteilen des Bassanteils bzw. der Mittenanteile der drei 15-cm-Treiber.Kondensator und Spule übernehmen das Aufteilen des Bassanteils bzw. der Mittenanteile der drei 15-cm-Treiber.

Fazit

Bei einem solchen Test muss man sich immer wieder vor Augen halten, was man im Gegenzug für den investierten Betrag alles erhält: zwei Standboxen, Endverstärker sowie Vorverstärker mit verschiedenen Features inkl. Bluetooth-Verbindung. Mit anderen Worten: Man kann mit Handy bewaffnet bereits loslegen, es braucht keine weitere Komponente dazu. Und wenn wir hier den Massstab anlegen, kommt man nicht umhin, der SP-500 ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis auszustellen. Für gut CHF 1400 das Paar (je nach aktuellem Eurokurs) erhält man ein ausgereiftes, einfach zu bedienendes Musiksystem. Und dass die Nubertusse wissen, wie man einen Lautsprecher sauber abstimmt, haben sie bei der SP-500 nicht das erste Mal beweisen!

Bedienung mit Rückmeldung: Via Drehregler lässt sich die SP-500 auch ohne die mitgelieferte Fernbedienung steuern. Die Farbe und das Muster der LEDs geben Auskunft über Klangmodus, Quelle und weitere Einstellungen.Bedienung mit Rückmeldung: Via Drehregler lässt sich die SP-500 auch ohne die mitgelieferte Fernbedienung steuern. Die Farbe und das Muster der LEDs geben Auskunft über Klangmodus, Quelle und weitere Einstellungen.
Steckbrief
ModellnuPro SP-500
Preis1,450.00 CHF
HerstellerNubert
VertriebNubert electronic
Jahrgang2022
Masse1000 x 185 x 220 (ohne Füsse) mm
Gewicht17.6 (Client 17.2) kg
FarbeSchwarz matt / Weiss matt
AirplayNein
BluetoothJa
ChromcastNein
Roon ReadyNein
Spotify ConnectNein
Symmetrischer EingangNein
WiFiNein
WirelessJa
Analog Input1 x Cinch
Bass3 x 150 cm
Bauprinzip2.5-Wege Bassreflex
Digital InputHDMI (eARC), Toslink und Coax
Digitale Wortbreite24 Bit
Frequenzgang33 – 22'000 ± 3dB
Hochton25 mm Gewebe Kalotte
Leistungsaufnahme Standby<0.5 W
Samplingfrequenz96 kHz

Testurteil

8 / 10

Plus

  • keine weiteren Komponenten erforderlich
  • ausgewogener Klang
  • gute Pegelfestigkeit
  • Anschlussvielfalt
  • HDMi mit eARC
  • sauber verabeitet

Minus

  • neigt bei hohen Pegeln zu Strömungeräuschen (BR-Kanal)

Profil: Im Vergelich zur kleineren SP-200 besticht die SP-500 mit höherer Pegelfestigkeit und erweitertem Bassfundament. Tonal gesehen liegen die beiden sehr nahe beieinander.

Der Autor Thomas Flammer

Thomas Flammer schreibt für avguide.ch über Heimkino und Bildtechnik — Projektoren und Displays — und geht in Magazinbeiträgen Fragen zu Dynamik, Bandbreite und Raumakustik nach.

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