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Testbericht · Como Audio · DAB-Radio

Schon beinahe HiFi

Test Como Audio Duetto: DAB und mehr

Von Christian Wenger · · Seite 2 von 2

Weitere Quellen

Bluetooth ist so einfach einzurichten, wie man es erwartet. Ich spielte via Bluetooth vor allem Musik von Qobuz. Zugriff auf mein NAS mit DLNA klappte ebenfalls erwartungsgemäss gut, bzw. mit der allgemeinen Einschränkung der bescheidenen Übersichtlichkeit von DLNA.

Zwar kein Touchscreen, aber ein übersichtlicher Bildschirm für die Wahl der wichtigsten Quellen. Im Feld unten rechts erscheint die gewählte Quelle.Zwar kein Touchscreen, aber ein übersichtlicher Bildschirm für die Wahl der wichtigsten Quellen. Im Feld unten rechts erscheint die gewählte Quelle.

Spotify Connect habe ich nicht getestet, weil ich keinen Spotify-Account habe. Den Toslink-Eingang und die Analogeingänge liess ich ebenfalls aussen vor. Die Funktions- und Hörtests beschränkten sich auf DAB+ und Internetradio sowie auf meinen Streamingdienst via Bluetooth.

Die Como Control App ist vorbildlich und funktional umfangreich.Die Como Control App ist vorbildlich und funktional umfangreich.

Hifi-Klangwelten

Der Como Audio Duetto ist ein Stereogerät mit 2-Weg-Lautsprechern links und rechts sowie einem gemeinsamen Bassreflexport auf der Rückseite. Die Kalotten-Hochtöner sind weiter aussen platziert als die Tief/Mitteltöner, um die Stereobasis zu verbreitern. Das funktioniert sehr gut. Wenn man den Duetto vor sich auf Armlänge hinstellt, dann baut sich eine überzeugende, dreidimensionale Klangbühne auf. Da sich die Lautsprecher im Nahfeld befinden, sind die Raumeinflüsse auf das Klangbild minim. Ich hatte in dieser Position und bei konzentriertem Hören ein echtes HiFi-Erlebnis.

Überzeugend präsentierte sich der Tiefton – ganz ohne diese Kompressions-Effekte, die man sonst jeweils wahrnimmt, wenn die digitalen Signalprozessoren die viel zu kleinen Gehäuse überlisten müssen. Das artet dann oft in eine Quälerei der Basstreiber aus. Der Duetto hat genügend Volumen hinter den Basstreibern. Deshalb gibt sich der Tiefton natürlich und sehr luftig. Mit den Klangreglern im entsprechenden Menu kann man das natürlich noch etwas anpassen – entweder nach Geschmack oder nach dem Gebot der Platzierung (zum Beispiel mit dem Rücken zur Wand).

Die Natürlichkeit der Musikwiedergabe war ganz toll. Keith Jarret war ein echtes Highlight. Klavier ist Klavier mit dem Duetto. Nichts war aufgedickt oder pflaumig, alles kam ganz locker und selbstverständlich daher. Die ausgezeichneten Klangeigenschaften trugen auch wohltuend dazu bei, die zuweilen gut hörbaren Klang-Defizite bei DAB+, verursacht durch die geringen Datenraten, überzeugend zu kaschieren. Man könnte meinen, der Duetto würde DAB+ verzeihen.

Die Leistungsreserven sind beeindruckend und ermöglichen ein raumfüllendes Musikerlebnis ohne Schnickschnack oder künstliche 3D-Effekte.

Die musikalische Darbietung des Duetto von Como Audio hat HiFi-Qualitäten.Die musikalische Darbietung des Duetto von Como Audio hat HiFi-Qualitäten.

Fazit

Mit dem Duetto von Como Audio und auch mit den anderen Geräten des Herstellers wird konsequent ein klassischer, HiFi-orientierter Ansatz verfolgt. Die Wiedergabequalität der Musik ist ausgezeichnet und ausgesprochen natürlich, ähnlich wie man es erlebte, bevor die Plastik-Transistorradios ab den 1970er-Jahren unsere Klangwelten verwüsteten. Gepaart mit einer Vielzahl von Quellen bzw. Musikformaten und flexibler Bedienungsmöglichkeiten ist der Duetto eine Musikmaschine, mit der man wunderbar Musik geniessen kann.

Ich habe den Duetto dann noch als provisorische Soundbar am TV eingesetzt, über das Toslink-Kabel. Die Überraschung war gross ...

Steckbrief
ModellDuetto
Preis550.00 CHF
HerstellerComo Audio
VertriebPocketmedia
Jahrgang2016
Masse370 x 140 x 142 mm
Gewicht3 kg
FarbeWalnuss, Hickory, Weiss, Schwarz
AutoeinbauNein
BluetoothJa
CD-PlayerNein
InternetradioJa
PortabelNein
StationärJa
Analog Input2 x Line, 3.5 mm Jack
Digital InputToslink

Testurteil

9 / 10

Plus

  • Grosse Formatvielfalt
  • IR-Fernbedienung und Como Control App
  • Übersichtliches Display
  • Ausgezeichneter und sehr natürlicher Klang

Minus

  • Nach einem Software-Update muss man das Setup erneut durchführen.

Profil: Stationäres Stereo-Radiogerät mit maximaler Formatvielfalt, Fernbedienbarkeit und ausgezeichneter Klangqualität.

Der Autor Christian Wenger

Christian Wenger war Elektrotechniker und Marketingfachmann in der Industrielektronik und Inhaber von InConcert Audio in Olten. Von 2013 bis 2024 schrieb er als Redaktor für avguide.ch. Heute lebt der Connaisseur und Weinliebhaber pensioniert in Südfrankreich und bleibt Mitinhaber der avguide.ch GmbH.

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