Und nun stellt Philips ein gestyltes, schwarzes, pultförmiges Kistchen mit einfacher Fernbedienung vor. Genug, um den Mark neu aufzumischen?
Skepsis Lügen gestraft
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Nachdem die wichtigsten Systemeinstellungen angepasst, resp. kontrolliert wurden, kann der eigentliche Testlauf beginnen.
Im Einsatz
Wie schon eingangs erwähnt, wurden alle mir zur Verfügung stehenden Medien erkannt und gelesen, sowohl USB- und Sata-Festplatten als auch SD- resp. SDHC-Karten. Über die Ordnersuche kann man gleich auf die Dateien zugreifen, sofern man die Struktur seiner Festplatte kennt. Will man die Unterkategorien benutzen, also z.B. nur Fotos anschauen, muss man warten: Bis der Speichersuchlauf meine externe 500 GB Platte durchforscht hatte, dauerte es «ewig». Also wählte ich meinen Video-Test-Ordner direkt an, um zu sehen, welche Formate wiedergegeben werden. Erfreulich: Ausser HDV und Apple ProRes (zwei Videoformate, die bisher von keinem Player erkannt wurden), spielte der HMP5000 alles ab, was ich ihm fütterte, und zwar in bester Qualität und ruckelfrei. Auch wenig komprimierte Dateien, die manch einem Mediaplayer den Schluckauf gaben, erschienen sauber und ohne Tonunterbrechungen auf dem Fernsehschirm.
Meine auf Festplatte kopierten DVDs werden inkl. Menü abgespielt und sehen mindestens ebenso gut aus, wie hochskaliert aus dem Blu-ray-Player.
Etwas komplexer wird es bei Blu-ray Dateien: Die Hauptstreams (.m2t und .m2ts) werden zwar perfekt abgespielt, Menus jedoch nicht erkannt. Um herauszufinden, welche Dateien die Hauptstreams sind, wählt man unter den Optionen «Vorschau» und kann sie dann von der Grösse her und/oder im Vorschaufenster erkennen.
Die Optionen, die auf Tastendruck in einem seitlichen Zusatzfenster erscheinen, enthalten übrigens in jeder Anwendung (Video, Musik, Foto) unterschiedliche Funktionen. Die Optionstaste auf der übersichtlichen Fernbedienung ist dementsprechend wichtig.
Alle wichtigen Funktionen vorhanden: Die (notwendige!) Fernbedienung ist übersichtlich und aufgeräumt
Foto Ordner als Slideshows mit Hintergrundmusik abzuspielen, ist dank der Optionen einfach zu bewerkstelligen und funktioniert einwandfrei.
Überhaupt darf ich dem Philipskistchen punkto Bedienerfreundlichkeit gute Noten erteilen. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, und als Tester ist man ja geradezu verpflichtet, die Schwachstellen zu finden, doch beim Philips Mediaplayer gibt es, zumindest was die Bedienung betrifft, wenig zu monieren.
Ausstattung
Während mich die Kompatibilität zu Interfacetypen, diversen Formaten und Dateien begeisterte, war ich vom Internetangebot des HMP5000 ziemlich enttäuscht. Gerade mal Facebook, YouTube, Picasa und Accuweather stehen zur Verfügung.Internetradioempfang wurde schmerzlich vermisst.
Gähnende Leere: Das Internetangebot ist eher dürftig, doch der verbleibende Platz im Menü schafft HoffnungAufgefallen
Wenn man regelmässig Produkte testet, fallen einem Dinge auf, die anders, unüblich, überraschend oder gewöhnungsbedürftig sind.Als ich beim HMP5000 das Firmwareupdate durchführte (einer der ersten Schritte, bevor ich ein neues Gerät teste), fiel mir auf, dass dies unglaublich viel länger dauert, als bei anderen Produkten: Während beinahe 20 Minuten waren Internetverbindung und HMP5000 mit diesem, normalerweise höchstens fünf Minuten dauernden Vorgang beschäftigt.
Der Kontroll-LED-Streifen auf der Gerätefront, der den Status anzeigt, leuchtet entweder rot oder bläulich, ist jedoch bei normalem Licht kaum zu erkennen.

Wenn man das Gerät ein- oder ausschalten will, muss man lange auf die Powertaste drücken, damit etwas geschieht. Und der Startvorgang dauert ebenfalls länger als bei anderen, ähnlichen Produkten.
Wunschliste und Anregungen
Dass man, um eine Karte oder Festplatte zu entfernen, die Stopp Taste lange drücken und dann das auszuwerfende Gerät anwählen muss, um Datenverlust zu vermeiden, fand ich erst in der auf der beiliegenden MiniCD befindlichen Bedienungsanleitung im PDF-Format, nachdem eine Warnungsmeldung auf dem Bildschirm erschienen war. So etwas Grundsätzliches gehört in die gedruckte Schnellanleitung!Dateien suchen ist zwar möglich, doch die Namenseingabe mit dem «virtuellen Keyboard» ist mühsam. Schön wäre ein zusätzlicher USB-Anschluss für eine echte Tastatur oder (noch besser) die Möglichkeit, eine kabellose Tastatur über WiFi zu benützen.
Die USB2 Buchse und der SD-Kartenschlitz befinden sich auf der linken SeiteEin Wunsch wäre, dass die Sata Buchse (für schnelle Festplatten) durch einen immer aktueller werdenden USB3 Anschluss ersetzt würde, umso mehr als dass dies das Durchforsten von USB3 Festplatten wesentlich beschleunigen könnte.

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