
Hush Technologies E2 Media Center Edition
Für das Wohnzimmer müssen die Lüfter weg

Kühlrippen wie bei einer High-End Endstufe
Der E2 ist sehr robust gebaut mit gummigelagertem DVD-Brenner LaufwerkEdle Zutaten
Doch nicht nur beim Gehäuse setzt der Hush E2 auf edle Zutaten. Auch im Geräteinnern finden sich nur hochstehende Komponenten. So sitzt im Hush E2 die ATI X600Pro Graphikkarte mit 256 MB, ein Double Layer DVD-Brenner und ein Motherboard von Foxconn, das auch in den Computern von Apple, Dell und HP eingesetzt wird. Für Power sorgt ein AMD64 3500+ Prozessor der mit 2,2 GHz getaktet wird. Auf der Speicherseite finden sich 512 MB RAM sowie eine Seriell-ATA Festplatte mit 200 GB, was etwa für 3500 Stunden Musik oder ca. 40 DVDs reicht. Der Hush ist komplett netzwerkfähig, wobei er sich dank dem 802.11g-WLAN-Modul auch kabellos einklinkt. Voraussetzung ist natürlich, man besitzt einen entsprechenden Router. Dank der Netzwerkfähigkeit kann die Speicherkapazität mit externen NAS-Speichern (Network Attached Storage) bei Bedarf beliebig ergänzt werden. Seien wir ehrlich, wer hat schon jemals genug Speicherplatz. Bei regem Aufzeichnen von TV Sendungen oder beim Anlegen einer Bibliothek mit Dok-Sendungen sind auch 200 GB nicht genug. Ganz entscheidend bei einem Mediacenter ist natürlich der Tuner. Hier setzt Hush auf die französische Amity-DT Karte, welche dank Doppel-Tuner zwei Sendungen gleichzeitig verarbeiten kann und Multi-PAL fähig ist. Erfreulich ist die geringe Stromaufnahme von gut 100 Watt bei voller Leistung. Vergleichbare Systeme gehen mit dem Strom deutlich verschwenderischer um.
Mit edlen Zutaten und anschlussfreudig präsentiert sich der Hush E2Mediacenter Edition 2005
Als Betriebssystem wählte man die Microsoft Mediacenter Edition 2005. Die neuste Version des Betriebssystems für das Wohnzimmer aus Redmond ist deutlich ausgereifter. Unschwer ist zu erkennen, welche Bedeutung man beim Softwareriesen dem Markt für Audiovision inzwischen beimisst. Momentan ist die Windows MCE 2005 sicherlich die fortschrittlichste Mediacenter Software. Ganz ohne gewisse Eigenheiten geht es aber trotzdem noch nicht. So brach das Mediacenter plötzlich die Aufnahme einer Sendung ab, da Microsoft der Meinung war, die im Hintergrund geladenen Updates von Programmguide und Betriebssystem müssten jetzt unaufgefordert und umgehend installiert werden. Solches Eigenleben hinterlässt einen leicht faden Beigeschmack. Abgesehen von solchen Unwägbarkeiten präsentiert sich die Windows Mediacenter Edition 2005 aber ausgesprochen bedienungsfreundlich. Wohl bewusst schränkte man das Menu auf die wesentlichsten Funktionen ein. Das verbessert die Ergonomie für den Benutzer, aber einige Detaileinstellungen, zum Beispiel für den Ton, vermisste ich dann doch.
Programmguide der Windows Media Centers Edition 2005
Multimedia komfortabel im Wohnzimmer
Tatsächlich bietet die Kombination aus lautlosem Mediacenter und der benutzerfreundlichen Bedienung vom Sofa aus einen vereinfachten Weg, mit der zunehmenden Flut von Multimediadateien umzugehen. Der Laptop aus dem Büro ist nun mal auf die Länge für die Speicherung von Audiovisions Dateien nicht optimal geeignet und zu weit entfernt vom Fernseher. Nicht jeder mag die Ferienphotos der Digitalkamera Freunden am Laptop zeigen. Mit dem Mediacenter lassen sich Photos, Videos, Musik und Games zentral an einem Ort - im Wohnzimmer - abspeichern und abrufen. Der Bedienungskomfort ist kaum zu überbieten. Per Knopfdruck startet eine Diashow der Photos, Musikdateien werden automatisch mit Zusatzinfos ergänzt. TV-Aufzeichnungen könnten kaum bequemer sein: Einfach durch den per Internet aktualisierten Programmguide browsen und die aufzunehmende Sendung anklicken. Sehr gut gefallen hat uns die speziell für das Windows Mediacenter entworfene Fernbedienung von Hush Technologies. Gegen Aufpreis mitgeliefert wird auch die von Microsoft seit diesem Herbst angebotene Tastatur mit Fernbedienung für die MCE 2005. Wem die Möglichkeiten der Microsoft Tastatur zu komplex sind, ist mit der Hush Fernbedienung bestens bedient. Von einer gewöhnlichen TV-Fernbedienung unterscheidet sie sich nur durch gewisse Zusatzfunktionen für die Windows MCE. Ob man lieber das Microsoft Keyboard oder die konventionellen Fernbedienung benutzt, ist Geschmackssache. PowerUser werden sich mit dem Keyboard in Windeseile durch die Multimediafunktionen angeln, während für den Alltagsgebrauch die konventionelle Fernbedienung absolut ausreicht.
Das Microsoft Keyboard für die Bedienung des Media Centers