Features
Aus einem Meter Distanz bemerkt man als ungewöhnliche Details lediglich ein dezent beleuchtetes LCD-Display und einen SD-Card-Slot. Die geballte Ladung an Features sieht man erst auf der Frontseite des Manuals: DAB, digital radio, ReVu, RDS, Compact Disc, MP3 und SD. Zudem ist auf der eher spartanisch ausgestatteten Rückseite noch ein USB-Anschluss zu erspähen, und man erwartet dadurch die Vorteile der PC-Welt samt Internet.Trendsetter und Alleskönner?

Auf eine 64 MB SD-Card kann rund eine Stunde Musik ab DAB mit 128 kbps gespeichert werden, auf eine 1 GB rund 15.5 mal mehr.
"Zukunftssicher"
Auch heute noch gibt es Zweifler, die nicht an den DAB-Durchbruch im grossen Stil glauben. Andrerseits verspricht die SRG bis im Jahre 2010 DAB-Empfang in der ganzen Schweiz. (Infos unter http://www.dab-digitalradio.ch/). Es mag eigenartig klingen, aber der altbewährte FM-Teil macht unsern Trendsetter "zukunftssicher".Aus drei mach eines

Drei Geräte in einem Gehäuse...Gut bestückte Lautsprecher.
Die Kehrseite
Auf der eher spärlich bestückten Rückseite sind folgende Anschlüsse zu finden, USB, Aux 1 und Aux 2, Line/Subwoofer- und optical Out, Lautsprecherklemmen und ein Anschluss für eine kombinierte DAB/FM-Antenne. Wer die Anlage ans Kabel (ohne DAB-Übertragung) schliessen und dennoch das Digitalradio empfangen will, leiste sich eine Weiche mit zwei Eingängen wie zum Beispiel die TW36 von Telanor, samt den notwendigen Kabeln und F-Steckern.Hübsch und kompakt

Die Chassis der Lautsprecher hinterlassen einen ordentlichen Eindruck.
Einfacher Start
Beim ersten Einschalten des Systems werden zunächst automatisch alle empfangbaren DAB-Sender aufgespürt und alphanumerisch sortiert. Ebenfalls selbständig justiert das System die Uhr mit Tag/Zeit/Datum. Bei FM-Sendern können entweder manuell oder mit Autotune alle empfangswürdigen Sender eingespeichert werden.Radio mit Rückspulmöglichkeit
DAB ermöglicht es, das Programm um eine gewisse Zeit zurückzuspulen, um Verpasstes wieder hörbar zu machen. Das funktioniert aber nicht etwa so, dass der Anwender dem Sender mitteilt, er solle doch bitte den Anfang eines Stückes nochmals wiederholen. Das Ganze geht weitaus einfacher: Auf einen internen Speicher im DMX-50 wird je nach Datenrate zwischen 10 und 20 Minuten Programm-Material aufgenommen. Ist der Speicher voll, werden die ältesten Daten mit neuen überschrieben. Die Sache hat aber einen kleinen Haken. Um zurückspulen zu können, muss zunächst der Speicher gefüllt werden. Ist man erst seit einer Minute auf einem gewissen Sender, kann auch nur um eine Minute zurückgespult werden.MP3 und MP2

Via Display erhält man alle notwendigen Infos. Man beachte: 100% optimaler DAB-Empfang in Zürich...
C'est le ton qui fait la music
Der Klang des gerade ausgepackten Systemes war vor allem bezüglich Basswiedergabe nicht gerade berauschend. Im Manual wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Lautsprecher eine gewisse Einlaufzeit benötigen, was kein schlechter Witz, sondern eine Tatsache ist, die auch für aller teuerste High-End-Lautsprecher gilt. Also liessen wir das DMX-50 erst mal einige Stunden mit tüchtigem Bass einlaufen. Natürlich darf man von einer Micro-Anlage in dieser Preisklasse keine audiophilen Klänge erwarten. Doch der Klang unseres Trendsetters ist nach gebührender Einlaufzeit durchaus angenehm und frei von groben Verfärbungen. Druckvolle Bässe sind natürlich nicht seine Stärken, doch mit einer entsprechenden Bassanhebung am Klangregler resultiert ein volles und rundes Klangbild. Wer auf den speziellen "Rums" im Bass steht, leiste sich einen separaten Subwoofer, für den das System einen passenden Ausgang besitzt.DAB im Plus

Auch der Spektrumanalyzer bestätigt es: DAB bringt mehr Obertöne als FM und geht trotz Datenreduktion bis 20 kHz.