avguide.ch Druckansicht · 02.11.2026

Streamer mit magischem Klang

Test Cyrus Stream-XR

Cyrus Audio setzt bei der jüngsten Streamer-Generation auf das neue Betriebssystem BluOS 4. Der Stream-XR mit integriertem DAC der Spitzenklasse bietet ausgereifte Funktionalität und Top-Klang. Auch das hybride Bedienkonzept überzeugt.

Von Martin Freund · 28. Oktober 2023
Stream-XR.Stream-XR.

Die Entwicklung der neuen Streamer-Generation von Cyrus Audio hat einige Zeit gedauert. Anfang 2022 war man eine Partnerschaft mit BluOS eingegangen, einem der führenden Anbieter von Streaming-Modulen und -Bediensoftware. Vor gut einem Jahr wurde dann der erste Prototyp präsentiert, und nun sind die neuen Streamer im Handel verfügbar. Zur Wahl stehen der luxuriös ausgestattete Stream-XR und der etwas abgespeckte Stream aus der Classic-Serie. Wir hatten den Stream-XR im ausführlichen Praxis- und Hörtest und waren erstaunt, welche Entwicklung im Digitalbereich noch möglich ist.

Der Stream-XR lehnt sich punkto Design ganz nahe an die bekannten Produkten aus der gleichen Reihe an, etwa den Vollverstärker Cyrus i9-XR (Test nachzulesen hier). Charakteristisch sind die sieben übersichtlich angeordneten, fingergerechten Sensortasten, die beim Stream-XR die Steuerung der wichtigsten Funktionen – darunter Titelsprung, Lautstärke, Zugriff auf zwei Favoriten – direkt am Gerät anbieten.

Diverse Informationen gibt das recht grosszügig dimensionierte Display preis. Etwa solche betreffend Interpret und Titel der gerade gehörten Musik. Ausserdem wird die Lautstärke angezeigt, und man erfährt, ob ein Stream in CD- oder HiRes-Auflösung (also in 16 oder in 24 Bit) vorliegt. Auf eine detaillierte Angabe der Samplingfrequenz wird verzichtet. Hört man einen MQA-codierten Titel, so wird dies jedoch angezeigt. Ebenso wird man beim Hören von Internetradio-Stationen über die effektive Datenrate informiert.

 

Im Lieferumfang des Stream-XR ist die Systemfernbedienung iR 14 von Cyrus inbegriffen. Dank des hybriden Bedienkonzepts (App, Gerätefront, Fernsteuerung) hat der Nutzer das Gerät in jeder Lebenslage im Griff.Im Lieferumfang des Stream-XR ist die Systemfernbedienung iR 14 von Cyrus inbegriffen. Dank des hybriden Bedienkonzepts (App, Gerätefront, Fernsteuerung) hat der Nutzer das Gerät in jeder Lebenslage im Griff.

Als Besonderheit ist der Stream-XR über die mitgelieferte Cyrus-Systemfernbedienung iR14 steuerbar. Diese kontrolliert nicht nur sämtliche anderen Cyrus-Komponenten mit, sondern lernt auf Wunsch auch die Befehle für markenfremde Geräte, so etwa Fernseher oder Sat-Receiver. Um sie für den Stream-XR zu nutzen, muss man zunächst in der «Source»-Leiste auf das Noten-Symbol drücken, dann sendet sie IR-Befehle an den Streamer sowie parallel an einen etwaig vorhandenen Cyrus-Voll- oder Vorverstärker.

In letzterem Fall sollte man im Menü des Streamers den Cinch-Ausgang vorab auf «fixed volume» stellen, sonst steuert die Fernbedienung gleichzeitig die Lautstärke am Verstärker und am Stream-XR. Letzterer verfügt nämlich über einen regelbaren Ausgang, über den er Endverstärker oder Aktivlautsprecher direkt mit Musiksignalen versorgen kann. Allerdings produzierte er in unserem Test beim Direktanschluss an einen DC-gekoppelten Endverstärker starke Ein-/Ausschaltgeräusche, sodass dies nur dann zu empfehlen ist, wenn der Endverstärker erst nach dem Stream-XR eingeschaltet bzw. vor diesem ausgeschaltet wird.

Eine WLAN-Antenne ist beim Stream-XR unauffällig integriert. Dank zweier Digitaleingänge kann man auch CD-Player klanglich aufwerten oder Fernsehton wiedergeben.Eine WLAN-Antenne ist beim Stream-XR unauffällig integriert. Dank zweier Digitaleingänge kann man auch CD-Player klanglich aufwerten oder Fernsehton wiedergeben.

Ein Kopfhörerausgang ist nicht vorgesehen. Hingegen lassen sich am Stream-XR per SPDIF zwei weitere Digitalquellen anschliessen. So kann man den integrierten DAC (der – so viel sei vorweggenommen – zur absoluten Spitzenklasse zählt) beispielsweise auch für den Anschluss eines CD-Spielers nutzen. Und auch TV-Ton lässt sich so wiedergeben, wenn man den (an den meisten Fernsehern vorhandenen) optischen Digitalausgang mit dem Stream-XR verbindet. 

Die Digitalsektion im Stream-XR baut auf der neuen Cyrus-DA-Wandler-Generation auf, die erstmals im i9-XR Anwendung fand. Laut Cyrus Audio kommt ein 32-Bit-DAC-Chip vom Typ ESS Sabre ES9038Q2M zum Einsatz, der nach hauseigenen Erkenntnissen feingetunt wurde. Er verfügt über die patentierte HyperStream-II-Architektur mit eigenem Taktgenerator und aufwändiger Jitter-Unterdrückung. Auch eine Lautstärkeregelung auf digitaler Ebene ist implementiert.

Der Sabre-DAC könnte eigentlich alle möglichen HiRes-Formate bis hin zu DSD512 oder DXD (24-Bit/352-kHz) nativ entschlüsseln. BluOS begrenzt dies allerdings auf 24-Bit/192-kHz. Unterstützt werden hingegen MQA- und MQA-Studio-kodierte Aufnahmen. Davon finden sich auf Tidal wie auch auf Qobuz recht viele, die entsprechend dekodiert einen klanglichen Mehrwert generieren. Wir machten die Probe aufs Exempel und verglichen Titel vom skandinavischen Label 2L, die sowohl in 24-Bit/192-kHz wie auch in MQA Studio vorliegen. Im Blindtest über den Cyrus Stream-XR verglichen, waren kaum reproduzierbare Unterschiede festzustellen. In beiden Fällen war die Klangqualität absolut hervorragend.

Der Stream-XR dekodiert MQA- und MQA-Studio-Aufnahmen. Bei Letzteren wird die stolze Abtastrate von 24-Bit/352,8-kHz angezeigt.Der Stream-XR dekodiert MQA- und MQA-Studio-Aufnahmen. Bei Letzteren wird die stolze Abtastrate von 24-Bit/352,8-kHz angezeigt.

Zur Integration ins Heimnetzwerk kann man wahlweise auf einen Ethernetanschluss oder die integrierte WiFi-Antenne zurückgreifen. In beiden Fällen stellt die BluOS-App die Verbindung anstandslos her und erkennt den Stream-XR als BluOS-Player. BluOS bietet innerhalb des «Bluesound Hub» die Möglichkeit, ein Mehrraum-Musiksystem mit weiteren Wiedergabezonen zu errichten. Das Portfolio an weiteren BluOS-Komponenten ist zwar noch überschaubar, aber bereits werden (von anderen Herstellern) auch Wireless-Lautsprecher angeboten.

Über BluOS lässt sich optional ein Multiroom-System mit verschiedenen Wiedergabezonen erstellen. Das Portfolio an kompatiblen Zonenspielern ist aber noch überschaubar.Über BluOS lässt sich optional ein Multiroom-System mit verschiedenen Wiedergabezonen erstellen. Das Portfolio an kompatiblen Zonenspielern ist aber noch überschaubar.

Neu: BluOS 4

Die BluOS-App (wahlweise für Android oder iOS) wurde jüngst grundlegend überarbeitet und strahlt nun in neuem Glanz sowie mit einer ausgesprochen praxisgerechten Bedienerführung. Natürlich gilt (wie für jedes Betriebssystem) auch für BluOS, dass man sich als neuer Benutzer zunächst in seine Navigationslogik einleben muss. Dies gelingt hier jedoch ausgesprochen leicht – nicht zuletzt, weil die Menüstruktur sehr schön und einladend gestaltet ist. Das Entdecken der vielfältigen Möglichkeiten macht richtiggehend Spass.

Idealerweise verwendet man bei der Nutzung der App ein Tablet im Breitformat. Hier sieht man rechts die Wiedergabeliste, links den Zugriff auf andere Quellen.Idealerweise verwendet man bei der Nutzung der App ein Tablet im Breitformat. Hier sieht man rechts die Wiedergabeliste, links den Zugriff auf andere Quellen.

Eine leicht zugängliche Navigationsleiste offeriert fünf verschiedene Tasten: Home öffnet die persönliche Bibliothek mit Direktzugriff auf Favoriten, neue Alben (der abonnierten Musikprovider), neue Webradiosender sowie kürzlich abgespielte Inhalte. Ausserdem finden sich neun Presets: Diese Direktwahltasten werden auch auf der IR-Fernbedienung angeboten und erlauben das direkte Abrufen bevorzugter Sender, Alben, Titel oder Playlists. Zwei davon sind sogar auf der Gerätefront des Stream-XR abrufbar. Diese erleichtern den Zugriff auf viel genutzte Inhalte. Unabhängig davon kann man beliebig viele Favoriten (innerhalb der Kategorien Wiedergabelisten, Künstler, Alben, Titel und Radiosender) markieren und auf der Favoritenseite innerhalb der App abrufen.

Der Startbildschirm offeriert den Zugriff auf die meistgehörten Quellen sowie die kürzlich gehörten Radiosender, ausserdem die Direktanwahl von 9 Presets.Der Startbildschirm offeriert den Zugriff auf die meistgehörten Quellen sowie die kürzlich gehörten Radiosender, ausserdem die Direktanwahl von 9 Presets.

Im Menü Musik sind Quellen, Musikdienste und Geräteeingänge in einem Bereich versammelt. Hier kann man beispielsweise die beiden Digitaleingänge am Stream-XR anwählen. In einem optionalen Mehrraumsystem lässt sich einfach zwischen verbundenen Zonen hin- und herschalten. Im Menüpunkt Players kann man zwischen der aktuellen Wiedergabe und der Warteschlange mit einem neuen Gruppierungssymbol umschalten.

Hier lässt sich auch die effektive Streaming-Qualität anzeigen. So sieht man beispielsweise, wenn ein Titel in MQA-Studio-Codierung abgespielt wird. Die zentrale Suchfunktion durchsucht Musikdienste und die Bibliothek nach Titel, Album oder Künstler/Interpret und zeigt die Ergebnisse inklusive Cover visuell übersichtlich an. Sucht man beispielsweise nach einem bestimmten Interpreten, werden zusätzlich «ähnliche Künstler» angezeigt.

Metadaten, beispielsweise die Informationen über das gerade gehörte Album, lassen sich ebenfalls abrufen.Metadaten, beispielsweise die Informationen über das gerade gehörte Album, lassen sich ebenfalls abrufen.

Der erste Eindruck des neuen BluOS ist bestechend. Sehr schön animiert und funktionell ausgereift gehört die App (wir probierten die iOS-Version auf einem iPad aus) zum Besten, was im Bereich Musikstreaming derzeit angeboten wird. Auch Metadaten zu gestreamten Alben/Titeln sind sehr leicht abrufbar und beinhalten alles, was der jeweilige Musikdienst zur Verfügung stellt.

Innerhalb der Kontextmenüs finden sich Links zu Künstlern oder weiteren Alben einer Gruppe. Hier muss man schon Roon bemühen, um auf einen ähnlichen Komfort zu kommen. Tatsächlich ist der Cyrus Stream-XR ja auch «Roon ready». Im einwöchigen Praxistest kam jedoch nie der Ruf nach dieser alternativen (kostenpflichtigen) Streaming-Plattform auf.

Die Neuheiten, beispielsweise von Qobuz, werden sehr übersichtlich mit grossflächigen Covern angezeigt.Die Neuheiten, beispielsweise von Qobuz, werden sehr übersichtlich mit grossflächigen Covern angezeigt.

Klang mit Suchtfaktor

Wir hörten den Stream-XR in Kombination mit dem bewährten Vollverstärker i9-XR aus der gleichen Serie von Cyrus Audio. Als Abhörlautsprecher fungierten die preislich und qualitativ bestens passenden Standboxen 703 S3 von Bowers & Wilkins.  

Der Stream-XR passt punkto Design und Funktionalität perfekt zum Vollverstärker i9-XR aus der gleichen Serie von Cyrus.Der Stream-XR passt punkto Design und Funktionalität perfekt zum Vollverstärker i9-XR aus der gleichen Serie von Cyrus.

Der Cyrus Stream-XR betörte auf Anhieb mit einer besonders «musikalischen», vitalen Spielweise. Die Wiedergabe hat unüberhörbar einen gewissen «X-Factor», der schwer in Worte zu fassen ist und dennoch das Musikhören eingängiger macht als gewohnt. Das musikalische Geschehen lebt und pulsiert – und animiert dazu, in die vorliegende Aufnahme einzutauchen. Diese Tugend wird dabei keineswegs durch eine übertrieben analytische oder gar vordergründige Tendenz erkauft. Im Gegenteil: Timbre und Klangfarben guter Aufnahmen schmeicheln sich beim Zuhörer unwiderstehlich in den Gehörgang ein. Stimmigkeit und Harmonie werden grossgeschrieben.

Erstaunlicherweise behält der Stream-XR diese einladende, vitale Gangart bei, unabhängig davon, in welchem Format oder in welcher Auflösung Musik abgespielt wurde. Sogar Webradio-Sender wie Swiss Jazz oder SRF 2, die mit mickrigen 100 kBit/s gestreamt werden, tönten ungewohnt lebendig. Ebenso fällt auf, dass der Stream-XR selbst beim Leisehören eine beeindruckende Durchhörbarkeit musikalischer Details an den Tag legt. Ganz offensichtlich haben die Briten diesem Streamer eine ausgeprägte Feindynamik mit auf den Weg gegeben.

Der Cyrus Stream-XR eröffnet auf mühelose Weise den Weg zum Live-Konzert. Hier mit den Tallis Scholars unter der Leitung von Peter Phillips.Der Cyrus Stream-XR eröffnet auf mühelose Weise den Weg zum Live-Konzert. Hier mit den Tallis Scholars unter der Leitung von Peter Phillips.

Anfänglich hörten wir bevorzugt Titel in 24-Bit/192-kHz, wie sie vermehrt im Qobuz-Sublime-Streaming-Abo angeboten werden. Beispielsweise die Neuaufnahme der «Missa Cantate» von John Sheppard mit den Tallis Scholars. Eine so geballte Ladung reiner Vokalmusik kann den Zuhörer schnell einmal ermüden. Nicht so über den Stream-XR gehört. Das Ensemble singt zwar mit voller Inbrunst, jedoch mit so schönem Timbre, dass sich die Gehörgänge nie verschliessen, sondern die harmonischen Gesänge mit viel Genuss «aufsaugen».

Wunderbare Kombination aus Orgel- und Vokalmusik: Das neue Album «Christmas from the Chapel Royal».Wunderbare Kombination aus Orgel- und Vokalmusik: Das neue Album «Christmas from the Chapel Royal».

Genauso beim wunderbaren, ebenfalls in 24-Bit/192-kHz angebotenen Album «Christmas from the Chapel Royal», aufgenommen im königlich-britischen Hampton Court Palace: Die Kombination von Vokal- und Orgelmusik erklingt in unerhörtem Glanz und aus superber räumlicher Tiefe. Man bekommt über eine gute Anlage gehört mühelos den Eindruck, bei der Darbietung vor Ort anwesend zu sein. Und der Cyrus Stream-XR trägt ganz offensichtlich viel zur Livehaftigkeit der Wiedergabe bei.

Ein Wintermärchen: Der Konzertmitschnitt «Under a Winter’s Moon» sorgt für besinnliche Vorfreude auf die Adventszeit.Ein Wintermärchen: Der Konzertmitschnitt «Under a Winter’s Moon» sorgt für besinnliche Vorfreude auf die Adventszeit.

Dieser unwiderstehlich lebendige Touch war in besonderem Masse auch beim Anhören des Live-Konzertmitschnitts «Under a Winter’s Moon» (gestreamt in 24-Bit/48-kHz) von Loreena McKennit zu vernehmen. Die teils fast schon kitschigen Arrangements der englischen und walisischen Carols erklingen über den Stream-XR so schön, dass man trotz (oder wegen) viel Zuckerguss der musikalischen Einladung zu besinnlichen Einkehr kaum widerstehen kann.

Künstlerisch anspruchsvoller, aber nicht weniger einladend ist der Live-Mitschnitt zur musikalischen Geburtsfeier Joni Mitchells (ebenfalls in 24-Bit/48-kHz gestreamt). Koryphäen aus Country, Pop und Soul (wie etwa Kris Kristofferson, James Taylor oder Norah Jones) geben auf «Joni 75» ihr Ständchen – alles Kompositionen von Joni Mitchell – auf charakteristische Weise zum Besten. Auch hier bekommt man über den Stream-XR authentische Live-Atmosphäre geboten. Das individuelle Timbre der legendären Singstimmen ertönt in voller Pracht.

Die Singer-/Songwriter-Legende Joni Mitchell kam in den Genuss von Tribute-Darbietungen berühmter Gesangskollegen.Die Singer-/Songwriter-Legende Joni Mitchell kam in den Genuss von Tribute-Darbietungen berühmter Gesangskollegen.

Um das klangliche Niveau des neuen Cyrus-Streams einzuordnen, verglichen wir seine Wiedergabe einerseits mit der des gleich teuren, ebenfalls zur Topklasse zählenden Streamer Madison von Wattson Audio (Test nachzulesen hier). Der Madison gab die gehörten HiRes-Titel ebenfalls mit superber Dynamik und perfekter Durchhörbarkeit wieder, konnte aber nicht mit dem gleichen «X-Factor» aufwarten wie der Stream-XR. Letzterer schob einfach nochmal eine Schippe an müheloser Lebendigkeit und Schönheit der Musikwiedergabe drauf. Das gleiche Bild ergab sich, wenn man den Stream-XR digital an den Verstärker Cyrus i9-XR andockte. Auch hierbei blieb ein Stück der besonderen Klangmagie, die der Stream-XR über seinen Analogausgang zum Besten gibt, auf der Strecke. Ganz offensichtlich haben die Cyrus Audio-Entwickler noch mehr klangliches Potenzial aus der neuen DAC-Generation herausgekitzelt.

Zu guter Letzt wollten wir noch wissen, welchen Einfluss das optionale externe Netzteil PSU-XR auf das Wiedergabeniveau des Stream-XR haben würde. Immerhin hatte dieses schon den i9-XR auf ein ganz anderes Level gehoben (nachzulesen hier). Absolut beeindruckend – um nicht zu sagen: dramatisch – war auch beim Stream-XR die Auswirkung der kompromisslosen Stromversorgung. Waren beim Anhören des Livealbums «Under a Winter’s Moon» beim Betrieb ohne Zusatznetzteil S-Laute der Gesangsstimme noch minim aufdringlich, so war diese Tendenz nach dem Anschluss des PSU-XR vollkommen weggewischt. Auch der Triangel, der zuvor kaum aus dem akustisch dominanten Harfenspiel herauszuhören war, erschien nun plötzlich klar umrissen, glockenklar. Jeglicher plakative Anstrich der Aufnahme war wie weggeblasen. Transparenz und Räumlichkeit der Wiedergabe profitieren ungemein vom PSU-XR und heben auch den Stream-XR auf ein deutlich höheres Level – sprich: Referenzniveau. 

Das optionale PSU-XR übernimmt übernimmt die Stromversorgung der analogen Ausgangsstufe, sowie des BluOS-Moduls. Das interne Netzteil speist u. a. den DAC und die Steuerungskomponenten des Stream-XR.Das optionale PSU-XR übernimmt übernimmt die Stromversorgung der analogen Ausgangsstufe, sowie des BluOS-Moduls. Das interne Netzteil speist u. a. den DAC und die Steuerungskomponenten des Stream-XR.

Fazit

Der hohe Zugewinn an Klangqualität durch das PSU-XR spricht in keiner Weise gegen die «Standalone»-Variante des neuen Streamers von Cyrus Audio. Vielmehr kann man mit Fug und Recht davon ausgehen, dass der Stream-XR schon für sich allein betrachtet den bestmöglichen Klang in seiner Preisklasse anbietet. Das runderneuerte BluOS in der Version 4 steuert das Seine dazu bei, diesen Streamer anspruchsvollen Musikliebhabern zu empfehlen, die Komfort und Funktionsvielfalt beim Musikhören übers Heimnetzwerk zu schätzen wissen.

Steckbrief
Modell:
Stream-XR
Profil:
Streamer/DAC der Spitzenklasse auf BlueOS-Basis mit bestechendem Fernbedienungskonzept: Der Cyrus Stream-XR kann wahlweise am Gerät, über die mitgelieferte IR-Fernbedienung oder via BlueOS 4 App gesteuert werden. Klanglich eindeutig an der Spitze seiner Preisklasse einzuordnen. Und damit sehr empfehlenswert.
Pro:
Ausgereiftes BluOS 4 Streamingkonzept.
Sämtliche wichtigen Musikdienste verfügbar.
Top verarbeitet.
Hybrides Bedienkonzept, auch via IR-Fernbedienung.
DA-Wandler der Spitzenklasse akzeptiert auch externe Digitalquellen.
Roon ready.
Contra:
BluOS unterstützt auch in der Version 4 keine Wiedergabe von DSD- oder DXD-Formaten.
Preis:
2,990.00 CHF
Hersteller:
Cyrus
Jahrgang:
2023
Vertrieb:
Audiosphere GmbH
Masse:
75 x 215 x 365 mm
Gewicht:
3 kg
Farbe:
Schwarz
Airplay:
Ja
CD-Ripper:
Nein
Chromcast:
Nein
Roon Ready:
Ja
Spotify Connect:
Ja
Analog Output:
Cinch
Audioformate:
FLAC bis zu 24 Bit/192 kHz
Benutzeroberfläche:
BluOS
Betriebssystem:
BluOS
DA-Wandler:
ESS Sabre ES9038Q2M
Digital Input:
koaxial, optisch
Digital Output:
koaxial, optisch
Display:
ja
Multiroom Support:
via BluOS
Musikdienste:
Spotify, Qobuz, Tidal, TuneIn und viele mehr
Remote App:
Android, iOS
Speichermedien:
USB
Stromversorgung:
intern, optionales Zusatznetzteil PSU-XR
Onlinefassung: https://www.avguide.ch/testbericht/test-cyrus-stream-xr-streaming-mit-klangmagie
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