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15. Februar 2002
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Die größte europäische Mediengruppe Vivendi Universal hat das Geschäftsjahr 2001 mit einer kräftigen Umsatzsteigerung beendet. Der Umsatz erhöhte sich von 41,58 Mrd. Euro im Vorjahr auf 57,36 Mrd. Euro und übertraf somit auch die Analystenerwartungen. Den Löwenanteil steuerte Vivendi Universal Media bei, hieß es bei der Präsentation der vorläufigen Geschäftszahlen. Dank Kinofilmen wie "Jurassic Park III" oder Künstlern wie U2 oder Shaggy kletterte der Umsatz im Medienbereich um neuen Prozent auf 28,9 Mrd. Euro. Für das Jahr 2002 rechnet der Konzern mit einer weiteren zehnprozentigen Umsatzsteigerung.

"Die Geschäftsergebnisse für 2001 stimmen uns zuversichtlich, dass wir auch 2002 unsere Wachstumsziele erreichen können", so Vivendi-Chef Jean-Marie Messier. Auch die Film und Fernsehsparte von Vivendi, die unter anderem die Universal Studios oder Europas größte Pay TV-Gesellschaft Canal Plus enthält, legte um acht Prozent auf 9,5 Mrd. Euro zu. Vivendi Telecom mit dem Flaggschiff Cegetel, Frankreichs zweitgrößtem Telefonunternehmen, konnte den Umsatz um 24 Prozent auf 7,98 Mrd. Euro erhöhen. Um 36 Prozent konnte auch das Internetgeschäft zulegen, das mit 184 Mio. Euro aber einen relativ geringen Beitrag zum Gesamtumsatz beitrug. Lediglich die Musik-Umsätze gingen um eine Prozent zurück.

Vivendi hat sich von einem französischen Wasserversorger zur weltweit zweitgrößten Mediengruppe entwickelt. Unter der Führung von Messier gab der Konzern binnen 18 Monaten über 50 Mrd. Euro für Akquisitionen aus. Erst im Dezember hatte Vivendi Universal um 10,3 Mrd. Dollar (11,8 Mrd. Euro) den Entertainment-Bereich von USA Networks gekauft. Diese Akquisitionspolitik hatte allerdings auch ihren Preis. Vivendi sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von fast 20 Mrd. Euro. Messier hat erst vor kurzem angekündigt, dass der Abbau der Schulden die oberste Priorität für das erste Halbjahr 2002 darstellt.
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